Stromsparen durch Investition auf der Kläranlage

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WWL punktet mit Energiemanagement

Im November stattete der WWL seine Kläranlage in Cremlingen mit neuen Belüftungselementen aus. Hierdurch reduziert der WWL den Energiebedarf bei der Abwasser-Reinigung.

Bevor die Membranbelüfter in der modernen Kompaktanlage des Verbandes ausgetauscht werden konnten, musste ein Team von Spezialtauchern über 4 Meter tief in das Reinigungsbecken eintauchen, um die alten Belüftungselemente von Unrat zu befreien. Denn dieser hätte beim Hochziehen der Membranen ein Brechen des filigranen Gestänges verursachen können.

Die Taucher, die im Klärbecken in völliger Dunkelheit tauchen und sich über ein Telefon-Kabel mit den Kollegen „draußen“ verständigen, tasten den Untergrund systematisch ab und saugen die Membranen mit einem Schlauch frei. Eine Aufgabe, der nicht jeder Berufstaucher physisch und psychisch gewachsen ist, wie Spezialtaucher Dirk Bastian vom Tauchbetrieb S. Richter erklärt.

Für den WWL und seine Kunden sind der geglückte, mehrstündige Tauchgang und das Auswechseln der Belüfter-Elemente eine positive Sache: Für die Belüftung der Anlage in 5 Metern Wassertiefe ist nun weniger Druck nötig, wodurch der Stromaufwand minimiert wird. Die Maßnahme trägt als weiterer kleiner Baustein mit dazu bei, dass der WWL seine Energiebilanz erneut verbessern kann. Beim Überwachungs-Audit Anfang November war bereits durch externe Prüfer festgestellt worden, dass der WWL seinen Gesamt-Energieverbrauch im Jahr 2016 um 7,8 % gedrosselt hat. Das entspricht einer C02-Reduktion um 150.000 kg CO2. Strategisches Gesamtziel des WWL: 10% weniger Energieverbrauch bis 2018, ausgehend von den Verbräuchen in 2014.

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