24. Braunschweiger Getreidetag – das Landvolk Niedersachsen lud ein

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Der Ackerbau 2018 steht nicht nur im Zeichen der Dürre

Dezember 2018

Im Frühjahr stand vielerorts auf Grund der außergewöhnlich, ergiebigen Niederschläge im Herbst 2017 noch das Wasser auf den Flächen. Das Anbauspektrum verschob sich, da viele geplante Winterungen nicht ausgesät wurden. Zur Herbstbestellung folgte dann das gegenteilige Wetterbild mit einer ausgeprägten Frühjahrstrockenheit, gefolgt von einem historisch niederschlagsarmen Sommer. Es ist an der Zeit tabulos nach Instrumenten zur Risikominimierung zu suchen, denn trotz einer positiven Preisentwicklung sind die Schäden immens.

Das Landvolk Niedersachsen verfolgt weiterhin die öffentliche Diskussion um den Verlust  von Biodiversität auf den Feldern und damit einhergehend Forderungen nach dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel.

Beginn war 9:00 Uhr und das Programm war folgendes: 

  • Eröffnung und Begrüßung erfolgt durch: Ulrich Löhr                                              Vizepräsident Landvolk Niedersachsen                                                                          Landesbauernverband e.V.
  • Fruchtfolgen als Instrument des Risikomanagements erläutert von: Prof. Dr. Bernhard C. Schäfer, Fachhoschule Südwestfalen, Soest
  • Aktuelle Fruchtfolgen in der Region Braunschweig im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökölogie präsentierte: Ulf Moldenhauer, Versuchs- und Beratungsring Börßum e.V.
  • Feldberegnung in Niedeersachsen – ein Beitrag zur Existenzsicherung von Betrieben im Braunschweiger Land erläutert von: Eckhard Fricke, Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
  • Feldberegnung in Niedersachsen – Ein Beitrag zur Existenzsicherung von Betrieben im Braunschweiger Land präsentiert von: Eckhard Fricke, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
  • Getreidemärkte an der Jahreswende 2018/19 erläutert von: Werner Bosse, Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband e.V.
  • Zusammenfassung und Ausblick erfolgt durch: Joachim Zeidler, Vorsitzender Landvolk  Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg e.V.

Bislang kann Niedersachsen als Gunststandort für die Landwirtschaft in Niedersachsen betrachtet werden. Die Niederschläge reichen überwiegend aus, das das Wetter gemäßigt ist, doch ungewohnte Wetterereignisse, die stark in die betrieblichen Abläufe eingreifen, häufen sich inzwischen. Spätestens jetzt ist jeder Einzelne betroffen und wird sich fragen, wie er sich und seinen Betrieb vor negativen Folgen schützen kann. Auf der politischen Ebene gibt es bereits eine Vielfalt von Bemühungen, neben dem Klimaschutz auch eine Klimafolgenanpassung zu formulieren. Diese Politik ist aber stark von Interessen geprägt und hat Mühe, effiziente Wirkungen zu erzielen.

An den Landwirten selbst liegt es nun umso mehr, sich anzupassen und dabei eventuelle Chancen zu nutzen und Risiken zu mindern. Steigende Jahresmitteltemperaturen mit temporären Extremen werden in Norddeutschland wohl langsam die wichtigsten Faktoren. Diverse Klimasimulationen ergeben zudem längere Vegetationsperioden, weniger Frosttage und Spätfröste, weniger Schneefall, mehr Niederschläge mit häufigeren Starkniederschlägen sowie unregelmäßiger Verteilung.

Ein naheliegendes Anpassungsfeld ist für den Landwirt die gewählte Fruchtfolge. Weitgehend unterliegt diese der Selbstbestimmung und ist vielleicht eine Möglichkeit, den eigenen Betrieb widerstandsfähiger zu gestalten. Je nach Standort ist die Wasserversorgung zudem häufig ein Risikofaktor, wobei nicht nur der Mangel, sondern auch ein Zuviel an Wasser zur Gefährdung werden kann.

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