Alexander von Veltheim und Anja + Michael Hantelmann setzten ein Zeichen an der B 1

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Ein grünes Kreuz als Mahnmal

Cremlingen 20.09.19

“Wir haben den schönsten Beruf der Welt, das finden auch meine Kinder. Ich bin tief traurig, dass die Politik uns das Arbeiten so schwer macht. Meine Frau und ich haben viel Elan und Energie in die Landwirtschaft gesteckt. In der Zukunft möchten wir dies unseren Kindern übergeben, aber die Politik schafft gerade alle logischen Grundlagen ab. Viele Menschen glauben den Thesen aus dem Internet mehr, als den Lehren der Landwirtschaftskammern”, sagte mir Michael Hantelmann

Auch an der B 1 steht jetzt ein grünes Kreuz, aufgestellt von dem Bauern Team Hantelmann & von Veltheim

Bauern liefern unsere Lebensmittel direkt und sprechen gerne über ihre Arbeit. In den nächsten Wochen informieren Sie die Bauern direkt – wir laden gerne zu den Terminen ein!!!

HIER EIN KOMMENTAR:

Landwirte verlieren ihre Lebensgrundlage

Die Landwirte setzen ein Zeichen gegen eine Agrar- und Umweltpolitik, die für sie unerträglich geworden ist. Unerträglich deshalb, weil sie fachlich nicht mehr nachvollziehbar ist. Das sogenannte Agrarpaket ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Es geht dabei eben nicht um die Kürzung von Direktzahlungen. Wegen 4,50 Euro je Hektar weniger macht kein Betrieb die Hoftore dicht. So viel frisst schon allein die Inflation jährlich von der Hektarprämie. Die Landwirte jammern nicht, weil sie mehr Geld wollen. Sie stellen mit guten Gründen klar, dass sie ihre Lebensgrundlage verlieren, wenn es so weiter geht.

Worum es wirklich geht

Es geht darum, dass die Bewirtschaftung von Äckern und Grünland immer weiter erschwert wird. Es geht darum, dass die Tierhaltung verteuert wird, ohne dass der Verbraucher an der Ladenkasse wirklich mehr dafür zahlen würde. Damit wird den Landwirten die Luft zum wirtschaftlichen Überleben genommen. Und es geht darum, ein wissenschaftlich für sicher befundenes Pflanzenschutzmittel politisch zu beerdigen, bevor das EU-rechtlich vorgeschriebene Verfahren der Wiederzulassung überhaupt angelaufen ist.

Das alles wird auf den Landwirten abgeladen, damit CDU-Agrarministerin Julia Klöckner von SPD-Umweltministerin Svenja Schulze das Ja zu einem staatlichen Tierwohllabel erhält, das angesichts der vielen vorhandenen privaten Kennzeichen kein Mensch braucht.

Die Symbolik, das Tier- und Pflanzenwohl per Gesetz verbessern zu wollen, und das bei stabilen Billigpreisen, ist geradezu zynisch und wird einen Wirtschaftszweig auf Dauer zerstören.

Kein Jammern, sondern Konsequenzen aufzeigen

Natürlich wurde die Aktion “Grüne Kreuze” vom Start weg vereinzelt kritisiert. Dabei wurde vor allem das Kreuz als das falsche Symbol moniert. Auch sei die Botschaft zu negativ, die Landwirtschaft trete wieder als jammernder Bittsteller auf. Das ist nicht richtig.

Die Kampagne stellt keine Forderungen. Sie macht auf die Konsequenzen politischen Handelns aufmerksam: Wenn das Agrarpaket umgesetzt wird, heißt das in einer Welt des liberalisierten Agrarhandels: Kleine und mittlere Betriebe steigen aus, mehr Großbetriebe entstehen, mehr Lebensmittel werden aus dem Ausland importiert.

Quelle: agrarheute

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