Amphibien leiden auch unter dem Klimawandel

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Veltheim/Ohe. Zu einer Besprechung trafen sich die Mitglieder der Veltheimer Amphibienschutzgruppe bei Heinz Künne in Veltheim. Seit 37 Jahren setzen sie sich für den Schutz von Kröten, Fröschen und Molchen auf der Straße zwischen Klein Veltheim und Schulenrode ein. An bis zu 20 Nächten darf die Straße für die Wanderung der Tiere im Frühjahr gesperrt werden. „Für den Naturkreislauf spielen Amphibien eine ganz wichtige Rolle und müssen deshalb auch geschützt werden“, so Bettina Pohl.

„Seit 1980 stehen alle Amphibienarten gemäß Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz“, darauf weist Barbara Schulz hin. So ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten, den Laich und die Larven von der Natur zu entnehmen, um sie in Gartenteichen anzusiedeln.

Auf der Tagesordnung des Treffens stand ein Rückblick auf die gelungene 35+1 Feier im letzten Jahr und die Amphibienwanderung 2022. Im Mittelpunkt stand die Bewertung der Verkehrsbeschilderung, die an einigen Stellen noch verbesserungswürdig ist.

Der Klimawandel macht auch den Amphibien zu schaffen, die zum Ablaichen ins Gewässer kommen, es dann aber in ihr Sommerquartier verlassen. Nur die Grünfrösche bleiben am Gewässer. Amphibien bevorzugen eine schattige und feuchte Umgebung, um sich vor der Sonne zu schützen, die ihre Haut austrocknet. Tagsüber verbergen sie sich unter Steinen, Totholz, Gebüsch und Laub oder in Erdlöchern, feuchten Mauernischen und am Kompost.

Wer Erdkröten in seinem Naturgarten hat, kann sich glücklich schätzen. Ab der Dämmerung gehen sie auf Nahrungssuche und vertilgen u.a. Insekten und auch Nacktschnecken.

(Foto): Mitglieder der Veltheimer Amphibienschutzgruppe trafen sich zur Auswertung der diesjährigen Wandersaison.