Artenschutzhaus Hordorf – Turmfalken brüteten bereits im ehemaligen Trafoturm

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Hordorf – Bereits im Jahr 2009 wurde das Trafohaus an der Zollstraße in Hordorf von der Avacon aus der Nutzung genommen und sollte ursprünglich zurückgebaut werden. Auf Anregung des Ortsrates Hordorf beschloss der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Cremlingen jedoch die Umnutzung zum Artenschutzhaus. Geschützte Vögel finden hier nun ein Refugium.

Möglich wurde dieser Umbau erst durch die Bereitstellung von Fördermitteln von der EU und dem Land Niedersachsen („Richtlinie Landschaftswerte“ des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz) und der Curt Mast Jägermeister Stiftung.

Nach fast 10 Jahren der Planung und einer aufwändigen Sanierung durch die Gemeinde Cremlingen, konnte das Artenschutzhaus kürzlich an den NABU übergeben werden. Anfang des Jahres wurden die letzten Brutkästen an der Außenfassade des Turms angebracht. Im Innenbereich mussten zunächst Zwischenebenen eingezogen werden, um mehrere Zugänge von außen ermöglichen zu können. Nun gibt es dort neben den drei Großkästen für den Turmfalken, für Schleiereulen und Dohlen auch ein Winterquartier für Fledermäuse.

Bürgermeister Detlef Kaatz schaute sich gemeinsam mit den Hobby-Ornithologen Sonja und Gerhard Wüstefeld das fertiggestellte Artenschutzhaus an. Das Ehepaar Wüstefeld kümmert sich in Schandelah-Wohld um eine Vogelpflegestelle und ein Feucht-Biotop für den Artenschutz.

Es ist schön zu sehen, dass das Artenschutzhaus nach der langen Planungs- und Sanierungsphase nun an den NABU übergeben werden konnte – Dies ist ein wichtiger Schritt in Sachen Naturschutz.“, erklärt Bürgermeister Detlef Kaatz. „Außerdem bin ich sehr dankbar für die ehrenamtlich Engagierten hier in Hordorf, welche die Betreuung des Artenschutzhauses übernommen haben.“, so Kaatz weiter.

Elke Bartels und Beate May liefern gerne alle wichtige Informationen zur Geschichte und zum aktuellen Geschehen am Artenschutzhaus und machen dieses vor Ort erlebbar. Und Hans-Henning Gerberding kümmert sich zum Beispiel um den Bau und die Wartung der Kästen und die Elektrik im Turm.

Als nächstes soll noch eine Web-Cam eingerichtet werden, um die nistenden Vögel beobachten zu können. Bereits 2019 nistete der Turmfalke das erste Mal im Artenschutzhaus und es sieht ganz danach aus, dass dies auch in diesem Jahr wieder der Fall ist.