Baugebiet “Hasselrode” – H.-Joachim Hinz informiert

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Schandelah bekommt neues Baugebiet

von H.-Joachim Hinz

In einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung berichtete die Gemeinde Cremlingen über den aktuellen Stand zum neuen Baugebiet „Im Hasselrode“. Dieses neue Baugebiet wurde bereits im Flächennutzungsplan von im Zuge der Bebauung des Baugebietes Westerberg Nord Mitte der 90er Jahre als Wohnbaufläche ausgewiesen.

Der Bebauungsplan wurde Ende letzten Jahres beschlossen und die konkreten Planungen begannen. Nun sind diese soweit fortgeschritten, dass die Gemeinde Cremlingen, als Vermarkter der Grundstücke, die Öffentlichkeit informierte. Neben den Vertretern der Gemeinde gab der verantwortliche Planer die ersten Details preis.

Das Baugebiet umfasst rund 2 Hektar mit angrenzenden Ausgleichsflächen. Die gesamte ehemalige Ackerfläche soll später für die Naherholung erschlossen werden. Im ersten Ansatz werden die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen für Natur und Landschaft als öffentliche Grünfläche unmittelbar um das neue Wohngebiet herum festgesetzt.

Für die Planer war es wichtig, dass die Straße Eschernhai von der Baumaßnahme nicht beeinflusst wird, weil diese dafür nicht ausgelegt ist. Gleichzeitig wurde für die Gebäude die maximale Firsthöhe auf 9 m festgelegt, so dass diese sich an die Bebauung der umliegenden Wohngebäude anpasst. Geplant sind 4 Baufelder, die insgesamt rund 30 Einzelgrundstücke umfassen. Eine genaue Anzahl der Grundstücke und deren Bebauungsart werden von dem Gemeinderat bis zum geplanten Vermarktungsstart im Sommer 2020 festgelegt.

Neben Einzelbebauung ist von der Gemeinde auch eine verdichtete Bebauung (Mehrfamilienhäuser) denkbar. Diese sollen im südöstlichen Teil angesiedelt werden. Der zukünftige Zugang zu den Grundstücken erfolgt über eine neue Straße, die während der Bauphase als Baustraße genutzt werden soll. Gleichzeit wird die vorhandene Westerbergstraße verlängert.

In der anschließenden Diskussion im vollbesetzten Sportheim des MTV Schandelah-Gardessen wurde die Frage nach der benötigten Infrastruktur neben der üblichen Be- und Entwässerung gestellt. Besonders der Ausbau der Kommunikation (Glasfaseranschluss) und die Möglichkeit ausreichend Kapazität für die Schnellladung von Elektroautos waren Punkte, zu denen die Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt keine genauen Angaben machen konnte.

Ein weiterer Punkt war die Belastung der „alten“ Anwohner im Bereich Westerbergstraße, Hindenburgstraße und Neue Reihe, über die vermutlich der gesamte Bauverkehr laufen wird. Eine nördliche, neue Zugangsstraße zur Hordorfer Straße wurde aus Kostengründen und hohen Auflagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren abgelehnt. So wird es bei einer Belastung für die Anwohner bleiben.

Wer schon jetzt sich für die Baugrundstücke interessiert kann sich direkt mit der Gemeinde Cremlingen in Verbindung setzen und sein Angebot abgeben.

Planzeichnung: Planzeichnung mit Festsetzungen und ÖBV

Lageplan: städtebaul. Entwurf