„Betty and the Fizz Oblong Quartet“ Swing & Soulabilly

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Neujahrskonzert Christuskirche Weddel

25. Januar 2020

Betty and the Fizz Oblong Quartet“  Swing & Soulabilly

Was wäre „Fizz Oblong Quartet“ ohne Betty? Eine sehr gute, seit 2009 bestehende Band, in der aktuellen Version mit Matthias Kirschke am Bass, Thomas Schaaf an der Gitarre, Tobias Steinmann an den Tasten und Neuzugang Tim Walkling am Schlagzeug –frisch, aber umso versierter dabei. Während Matthias Kirschke das wertvolle Fundament im Bass legte, brillierten Tobias Steinmann und Thomas Schaaf immer wieder mit instrumentalen Soloimprovisationen. Doch Betty Dambietz als Frontfrau ist seit 2012 gewissermaßen das I-Tüpfelchen der Formation: Mit ihrer souligen ausdrucksstarken Alt-Stimme und ihrer Fähigkeit, klanglich mit ihrer Stimme zu spielen, bringt sie zusätzlich eine große Intensität auf die Bühne. Dabei kann sie sich absolut auf das rhythmisch-harmonische Fundament ihres Quartetts verlassen. Einer der Höhepunkte des Abends war der Mega-Hit „Creep“ von Radiohead, der in der Darbietung von Betty bei den Zuhörer*innen das berühmte Gänsehaut-Feeling erzeugte. Die Intensität übertrug sich auch auf Mitsänger Thomas Schaaf, der immer wieder mit Betty im Duett zu hören war. Sein anfeuernder Ruf „“Hey, hey, hey“ in „Shine my shoes“ von Robbie Williams trug das Potenzial in sich, zum – angenehmen – Ohrwurm des Abends zu werden.

Der Repertoirebogen war weit gespannt: zu hören war Musik aus 6 Jahrzehnten, von klassischem Swing über Rockabilly und Soul bis zu aktuellen Popsongs, durchaus verschiedene Genres, aber alles swingend arrangiert und präsentiert. Und so nennt die Band ihren Stil „Swing and Soulabilly“. Schon nach den ersten Takten des Swing-Klassikers „Is you is or is you ain’t my baby“ verspürten die Besucher*innen die Lust, mit zu wippen. Es folgten Soul- und Rockabilly-Originale. Nach einer halben Stunde standen die ersten Leute an ihren Plätzen und bewegten sich im Rhythmus der Musik. Der Soul-Klassiker „Tainted love“, vielen noch als weichgespültes Pop-Cover aus den 1980iger im Gedächtnis, wurde von der Band als mitreißende Rockabilly-Nummer präsentiert. Nach der Pause folgten außer dem bereits erwähnten „Creep“ im souligen 6/8tel-Takt Peter Gabriels „Sledge Hammer“ und „Valerie“ von Amy Winehouse. Den Abschluss bildete ein rasanter Boogie woogie, der die Band und das Publikum gleichermaßen ins Schwitzen brachte. Da konnte Betty noch einmal ihre artikulatorisch-virtuosen Fähigkeiten zeigen. Petra Diepenthal-Fuder als Konzertorganisatorin der Kirchengemeinde freute sich über die Begeisterungsfähigkeit des Publikums im Kirchraum angesichts einer Band, die mit hoher musikalischer Qualität, interessanten Arrangements, intensivem Gesang und der Fähigkeit, guten Kontakt zum Publikum herzustellen, überzeugte. Großer Applaus und zwei Zugaben bezeugten dies.

Quelle: Christuskirche Weddel

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