Bitte Kirchen schließen!

0
485

Landeskirchenamt Wolfenbüttel reagiert auf staatliche Kontaktverbote

Das Corona-Virus erzwingt die Schließung von Kirchengebäuden. Foto: akg / Stocktrek Images

Wolfenbüttel. Angesichts der durch die staatlichen Behörden erlassenen Kontaktverbote legt das Landeskirchenamt Wolfenbüttel allen Kirchengemeinden nahe, Kirchengebäude, Gemeinderäume und Pfarrbüros grundsätzlich für die Öffentlichkeit zu schließen. Anders sei nicht sicherzustellen, dass diese Räume nicht doch das Zusammentreffen und Beieinandersein von Menschen ermöglichen, heißt es in einem aktuellen Schreiben vom 23. März.

Das bedeute konkret, dass das Angebot einer “Offenen Kirche” einzustellen sei. An der Kirche solle jedoch eine Telefonnummer angegeben sein, wer als Seelsorgerin oder Seelsorger zu erreichen sei. Pfarrbüros sollen nur noch denjenigen zugänglich sein, die dort beruflich tätig sind. Eine Ausnahme könne eine seelsorgerliche Beratungssituation darstellen, bei der eine Distanz von mindestens 1,50 Metern möglich ist.

Außerdem macht das Schreiben darauf aufmerksam, dass in nächster Zeit Bescheinigungen notwendig sein könnten, die einen dienstlichen Aufenthalt in der Öffentlichkeit begründen. Diese Bescheinigungen sind von der jeweiligen kirchlichen Anstellungskörperschaft auszustellen: Landeskirche, Propstei, Kirchengemeinde, Kirchenverband oder andere kirchliche Körperschaft.

Die Bescheinigungen sollen die Personalien des Betreffenden enthalten sowie den Hinweis, dass dieser aus beruflichen Gründen unterwegs ist. Außerdem ist ein Personalausweis mitzuführen. Notwendig ist darüber hinaus das Siegel der kirchlichen Körperschaft sowie die Unterschrift eines Vertretungsberechtigten (Pfarrer oder Kirchenvorstandsvorsitzender). Zusätzlich ist eine Telefonnummer für Rückfragen aufzuführen.

Das Landeskirchenamt weist darauf hin, dass ein solches Schreiben rechtlich gesehen nur eine klarstellende Wirkung hat und kein Dienstausweis sei. Dennoch werde davon ausgegangen, dass es seitens der kontrollierenden Stellen akzeptiert werde. Für generelle Rückfragen stehe weiter Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer unter der Mobilfunknummer 0171-7610361 zur Verfügung.