CDU-Gedenkveranstaltung zu 60 Jahre Mauerbau

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Wolfenbüttel, 13. August 1961

Auf Initiative von Landratskandidat Uwe Schäfer veranstaltete die CDU Wolfenbüttel eine Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag des Mauerbaus. Tagsüber stand in der Fußgängerzone die symbolische Nachbildung eines Mauerstücks. Einfach so, weil die Mauer als Beton gewordener „Eiserner Vorhang“ schon fast in Vergessenheit geraten ist. Deshalb wurde sie von jungen Leuten eher als Malgrund für Graffiti wahrgenommen und die häufigste Frage lautete dann auch: „Warum ist die auf der einen Seite so bunt und auf der anderen so grau?“

die “Ostseite” des symbolischen Mauerstücks

die “Westseite” des symbolischen Mauerstücks vor dem CDU-Büro in Wolfenbüttel

Mit Engelsgeduld erklärte Uwe Schäfer den Unterschied zwischen Ost- und Westseite der Mauer.

Abends zur Gedenkveranstaltung wurde das symbolische Mauerstück vor dem Büro der CDU in Wolfenbüttel aufgestellt, mit leichter Verspätung hielt Uwe Schäfer seine Eröffnungsrede und übergab dann das Wort an Helmut Sauer, der von seiner langjährigen Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter (1972-1994) berichtete und mahnte, das von der DDR begangene Unrecht nicht zu vergessen.

Uwe Schäfer eröffnet die Gedenkveranstaltung, rechts neben ihm Zeitzeuge Günther Dilling

MDL Frank Oesterhelweg und der ehemalige Budestagsabgeordnete Helmut Sauer

Die Gabe des Vergessens ist zwar eine überlebenswichtige Funktion des menschlichen Gehirns, gelegentlich sind aber Menschen wichtiger, die sich noch erinnern können, so wie Zeitzeuge Günther Dilling, der im Anschluss aus seinem Leben berichtete: Als 19jähriger Streikführer am 17.Juni 1953 in Berlin wurde er verhaftet und schikaniert und nachdem er sich noch vor dem Mauerbau in die Bundesrepublik abgesetzt hatte, verhalf er 69 Menschen zur Flucht aus der DDR.

Beendet wurde der offizielle Teil der Veranstaltung von einer kurzen Rede von MdL Frank Oesterhelweg.

Im Anschluss daran wurde ein kleiner Imbiss gereicht und es bildeten sich spontan kleinere Gesprächsgruppen.