Cremlingen-online fragte den Gemeindebrandmeister Marcus Peters zum Jahresende

0
600

Michaela Fischer stellte dem Gemeindebrandmeister folgende Fragen:

Guten Tag Herr Peters,

Cremlingen.online möchte von Ihnen eine kleines Stimmungsbarometer zum Jahreswechsel. Daher möchte ich Ihnen einige Fragen stellen und würde mich sehr über baldige Antwort freuen. Gespannt erwarten wir von cremlingen.online ihre Stellungnahmen.

Bitte nennen Sie uns doch die 3 Tops aus Ihrer Sicht für das Jahr 2018:

Was berührt Sie besonders? Waren es die Einsätze mit den Kameraden oder etwas anderes?

Und was sind für Sie die größten 3 Flops in dem auslaufendem Jahr 2018 gewesen? Denn ein jeder weiß: Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Vielen Dank vorab für Ihre Antworten.

Eine schönen Jahreswechsel wünscht Ihnen

Michaela Fischer

Antwort:

Ich möchte die Begriffe Tops und Flops nicht verwenden. Es gibt immer Dinge im Leben, die recht gut verlaufen und einige, die nicht ganz so optimal erscheinen. Da Sie ja die Fragen so an mich gestellt haben, werde ich natürlich  diese auch beantworten.

Positiv ist die Entwicklung der Feuerwehren in der Gemeinde Cremlingen. Leider liegen mir die Mitgliederzahlen noch nicht im Ganzen vor, es zeichnet sich aber ab, dass wir den Mitgliederstand gehalten bzw. ausgebaut haben. Was mich persönlich sehr freut ist, dass wir auch neue Mitglieder gewinnen konnten, die mit Feuerwehr im Vorfeld überhaupt nichts zu tun hatten. Die sogenannten Quereinsteiger haben sich super in den einzelnen Feuerwehren integriert.

Auch die vielen Gespräche mit den Führungskräften der Ortsfeuerwehren und der Funktionsträger lassen einen eindeutigen Trend erkennen. Wir sprechen intensiv über Themeninhalte, bilden uns eine Meinung und gehen mit dieser in die Verwaltung und in die Politik.

Die Führungskräfte in unseren Jugendfeuerwehren sind mit vollem Elan dabei. Sie machen eine hervorragende Jugendarbeit und legen den Grundstein für zukünftige Mitglieder in den Einsatzabteilungen. Positiv zu bewerten ist auch hier, dass Verwaltung und Politik die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um die dringende Ersatzbeschaffung der Zelte zeitnah zu realisieren. Hier gilt mein ausdrücklicher Dank dem schnellen und unkomplizierten Handeln aller Beteiligten.

Auch sind wir bei der Fahrzeugbeschaffung für die Feuerwehr Schulenrode einen großen Schritt vorangekommen. Das Fahrzeug vom Typ TSF-W (7,49 to) soll im Jahr 2019 auf den weg gebracht werden. Ich rechne dann mit der Auslieferung 2020.

Was nicht so optimal läuft sind wohl unsere Zeitansätze, die wir uns setzen und diese dann leider nicht so umgesetzt werden, wie wir uns das oftmals wünschen würden. Wir, die Feuerwehrmänner und Frauen sind alle gut ausgebildet, um den Menschen zu helfen, Tierrettungen durchzuführen und Sachwerte zu erhalten. Das Alles neben unseren eigentlichen Jobs und mit der jeweiligen begrenzten Freizeit. Bei einem Alarm funktionieren wir dann. Jeder weiß, was er zu tun hat und da ist es auch egal um welche Uhrzeit es sich handelt. Wir machen unsere Arbeit und fahren dann wieder nach Hause. Vorab stehen hier unzählige Übungsdienste an, um dann im Falle einer Alarmierung präsent zu sein und zu helfen. Das sind eigentlich die Aufgaben der Feuerwehren.

Leider müssen sich die Führungskräfte aber immer mehr mit ganz anderen Dingen beschäftigen. Die tägliche Beantwortung von Mails gehört da schon zur Selbstverständlichkeit.

Neue Datenschutzrichtlinie, Umsetzung vom Verwaltungsprogramm FeuerOn,

Mängelfeststellungen an den Feuerwehrhäusern, an den Fahrzeugen, Ausrüstungen und noch vieles mehr.

Wir sind hier schon lange keine Feuerwehrleute mehr, sondern eigentlich verwalten wir nur noch. Zwar ist der Ehrenbeamte auch ehrenamtlicher Mitarbeiter der Verwaltung, allerdings verdienen wir unseren Lebensunterhalt in unseren eigentlichen Berufen.

Wie viele Stunden sollen also für das Ehrenamt in der Woche investiert werden?

Wir wünschen uns eine Unterstützung der Verwaltung. In einigen Gesprächen mit dem Bürgermeister Detlef Kaatz wurde dieses auch schon besprochen.

Er hat sich dem Thema angenommen und versucht hier eine Lösung zu finden. Zu dem Thema Brandschutzbedarfsplan und Feuerwehrhäuser möchte ich in dieser Pressemitteilung nicht antworten. Hier gibt es Anfang des Jahres noch intensive Gespräche mit der Verwaltung. Ich gehe davon aus, dass ich ihnen zur der Funktionsträgersitzung am 22.02.2019 mehr sagen kann.

Ihr:

Marcus Peters

Gemeindebrandmeister

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung