Destedt Volkstrauertag

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Destedt.

Flucht und Vertreibung lautete das Thema beim diesjährigem Volkstrauertag, der in der gut besuchten Destedter Kirche vom Ortsrat des Ortes ausgerichtet wurde. Das Gitarrenduo “Unterwegs” spielte einfühlsam passende Lieder aus der neueren Zeit im Wechsel zu den Wortbeiträgen und Texten, die von Mitgliedern der ortsansässigen Vereine vorgetragen wurden. Ortsbürgermeister Matthias Böhnig ging in seiner Ansprache auf die neu erstarkten nationalistischen, menschenverachtenden Strömungen ein. Hier gelte es Widerstand zu zeigen, diese mit allen Kräften zu stoppen. Beeindruckend waren anschließend die Berichte der Zeitzeugen Walter Küchler von der Flucht im 2. Weltkrieg und Wallat Mohamad (Foto), der den langen Weg aus Syrien nach Destedt vor über drei Jahren unter schwersten Bedingungen schilderte. Er bedanke sich für die große Hilfe, die ihm und seiner Familie aus der Ortschaft entgegengebracht wurde.

In seiner Rede ging der Bezirksvorsitzende des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Hubert Herrmann aus Braunschweig auf die Jugendarbeit ein, die in der mittlerweile 100 Jahre alten Vereinigung der Völkerverständigung beiträgt und einen wichtigen Schwerpunkt gefunden hat. Nicht zu vergessen, was an vielen Familien durch die Gewalt und das Unrecht angetan wurde ist das eine und darauf zu achten, dass die Rechtstaatlichkeit und Toleranz weiter gelebt wird und damit Frieden herrscht die Aufgabe aller Bürger.

Dieser Tenor beim anschließenden Nachgespräch dieser gelungenen Neuauflage einer sich zur Friedenstag wandelnden Veranstaltung, so Ortsbürgermeister Böhnig soll auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden.