Die DRK-Tafel sucht dringend Helfer

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Es herrscht ein Mangel an ehrenamtlichen Fahrern und Helfern in der Sortierung am Exer.

Wolfenbüttel. Im Sommer feierte die Tafel des Roten Kreuzes in Wolfenbüttel mit ihrer Außenstelle in Schladen das 15-jährige Bestehen. Alle Gratulanten waren und sind sich einig: Diese Einrichtung des DRK-Kreisverbandes hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und ist ein wahrer Segen für die Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Second-Hand-Shop in Eberts Hof ist sie nicht mehr wegzudenken vom Großen Zimmerhof 29.

Doch die Einrichtung steht mittlerweile unter großem Druck. Die Zahl der Bedürftigen steigt ständig und wird nach Angaben von DRK-Vorstand Andreas Ring noch in diesem Jahr die Marke von 2000 Beziehern erreichen. “Die Gründe sind vielfältig”, erklärt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Zu den Neu-Kunden der Tafel gehören ukrainische Kriegsflüchtlinge ebenso wie deutsche Rentner, deren Geld nicht mehr reicht für die auf allen Gebieten steigenden Lebenshaltungskosten.

Und doch gibt es auch erfreuliche Nachrichten: “Ich bin froh, dass uns immer noch viele Initiativen und vor allem Supermärkte Lebensmittel spenden”, betont Rump-Kahl. Diese Spenden erfüllen gleich einen doppelten Nutzen, sagt der Geschäftsführer. “Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass wir die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden.” Tatsächlich ist die Grundidee der Tafeln, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten.

Nachvollziehbarerweise dürften die Märkte ihre Ware aber nicht an Kunden verschenken, “und da kommen die Tafeln und mit ihnen die Bedürftigen ins Spiel”. Das DRK holt also mit eigenen Fahrzeugen die Spenden ab – etwa 4 bis 5 Tonnen pro Monat. In der Tafel-Sortierung wird die Ware geprüft: “Das meiste wird dann in handliche Größen verpackt und geht dann zur Tafelausgabe in den Eberts Hof nach Wolfenbüttel oder nach Schladen. Der kleine Rest wandert in die Grüne Tonne und somit in die Kompostierung.”

Damit dieser lückenlose Ablauf weiter funktioniert, sucht die Tafel nun ehrenamtliche Helfer als Fahrer und in der Sortierung für die Prüfung der Lebensmittel. “Wer fit ist, kann bei uns mitmachen”, unterstreicht Uwe Rump-Kahl. Vor allem den Fahrern, die immer zu zweit unterwegs sind, stünden alle technischen Hilfsmittel zum Be- und Entladen zur Verfügung. Eine körperliche Herausforderung sei das nicht: “Man muss kein Arnold Schwarzenegger ein, um bei uns einzusteigen”, sagt er und lacht. Die vorhandenen Kleintransporter lassen sich allesamt mit dem herkömmlichen Auto-Führerschein bewegen.

In der Sortierung Am Exer geht es sogar ohne den. “Da steht der gesunde Menschenverstand im Vordergrund.” Die Grundkompetenz: “Augen und Nase wissen sofort, was noch zu verwerten ist.” Auch für diesen Bereich werden dringend Ehrenamtliche gesucht.

Dabei bringen selbst kürzeste Einsatzzeiten das Rote Kreuz weiter: “Von 2 Stunden bis zu 5 Tagen in der Woche – alles ist möglich, und wir sind für jede Unterstützung dankbar.” Bei Interesse kann man sich melden per Mail (Ehrenamt@drk-kv-wf.de) oder telefonisch: 05331/9750-200.

Foto: Ein Bild aus der Lebensmittel-Sortierung der DRK-Tafel am Exer: Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl (links) und Fahrer Lothar Künne an einem der Sortier-Tische. Foto: DRK