Die Gemeinde Cremlingen ist gut aufgestellt

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22.01.2020

PRESSEMITTEILUNG

Gruppe SPD-Grüne hatte Haushaltsklausur

Die Gemeinde Cremlingen ist gut aufgestellt

Cremlingen. Auch für langjährige Kommunalpolitiker*innen sind Haushaltsberatungen immer noch etwas Besonderes. Hier werden die politischen Weichen für das kommende Jahr gestellt. Angesichts dieser Bedeutung nahmen sich die Mitglieder der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen Zeit für eine fast ganztägige Haushaltsklausurtagung in der Gemeindeverwaltung. Als sachkundige Berater standen ihnen der Kämmerer der Gemeinde Cremlingen, Stefan Thiele, der ihnen zu Beginn einen intensiven Überblick verschaffte, und der Gemeindebürgermeister Detlef Kaatz für Erklärungen und Nachfragen zur Verfügung.

Die Schwerpunkte im Haushalt werden auch im kommenden Jahr die Kindertagesstätten, die Grundschulen und die Feuerwehren, aber auch die Friedhöfe und Naturschutz und Umwelt sein. So müssen die Trinkwasseranlagen in den Grundschulen Destedt und Weddel für Millionenbeträge erneuert werden. Das Multifunktionshaus in Hemkenrode schlägt mit einer weiteren Million zu Buche. Weiter geht es 2021 mit dem Gerätehaus in Schandelah (2,4 Mio.), dafür stehen zunächst die Planungskosten (50.000 €) im Haushalt. Als Anerkennung für die Ehrenämter beschloss die Gruppe die Ausweitung eines CDU-Antrags auf freien Eintritt für das Freibad in Hemkenrode. Die seit langem vorgesehene Sanierung mehrerer Friedhöfe, beginnend voraussichtlich in Weddel, soll unverzüglich beginnen. Die Überarbeitung des zehn Jahre alten Radverkehrskonzepts und weitere Photovoltaikanlagen stehen nächstes Jahr ebenfalls auf dem Programm.

Trotz dieses gewaltigen Programms könnte ein ausgeglichener Ergebnishaushalt gelingen. Angesichts der mittelfristig stabil wirkenden Gemeindefinanzen mit deutlichen Überschüssen in den vergangenen acht Jahren hatte der Rat bereits einstimmig die Neuaufstellung des über vierzig Jahre alten Flächennutzungsplans mit den Bestandteilen Siedlungskonzept und Landschaftsplan beschlossen, eine Planung, die in den nächsten drei Jahren wohl eine halbe Million kosten, dafür aber der Gemeinde endlich eine moderne Grundlage für die weitere Zukunftsplanung liefern wird.

Hochzufrieden äußerte sich Gruppensprecher Dr. Peter Abramowski zum Schluss über eine sehr erfolgreiche und harmonische Klausur: „Angesichts der Finanzlage sollen die Hebesätze der Grundsteuer A und B und der Gewerbesteuer von 1982 weiterhin unverändert bleiben – sie liegen weit unter dem Landesdurchschnitt.“

Foto: Die Mitglieder der Gruppe SPD-Grüne im Cremlinger Gemeinderat haben über den Haushalt 2020 beraten.