Die Lucklumer Kirche ist ein besonderer Kulturschatz des DEUTSCHEN RITTER ORDENS

0
626
Schwarze Fotografie

Die Lucklumer Kirche, ehemals eine Kapelle des Deutschen Ordens, ist eine wahre Schatzkammer. Ihre rätselhaften schwarz-weiß-grauen Bilder aber auch die Denkmäler und Wappentafeln bringen Besucher immer wieder zum Staunen. Insbesondere die Malerei erfreut unser Auge, berührt unser Herz und fordert unseren Verstand. Von daher freut sich das Rittergut Lucklum sehr, dass soeben die 464-seitige, reich bebilderte Publikation „Sinnbilder im Sakralraum. „Die Kirche in Lucklum – Ein Kompendium der geistlichen Emblematik der Frühen Neuzeit erschienen“ ist.

Die drei Autoren Johann Anselm Steiger, Michael Schilling und Stefanie Arend, werden über die herausragende, fast lückenlos überlieferte und äußerst umfängliche Lucklumer Bild- und Inschriftenausstattung aus dem frühen 18. Jahrhundert berichten. Rund zweieinhalb Jahre lang hatten die drei Wissenschaftler die Malereien im Rahmen eines besonders geförderten Exzellenzclusters an der Universität Hamburg untersucht. Das emblematische Programm der Kirche umfasst 156 Sinnbilder mit 210 Inschriften. Deren Vorlagen wurden größtenteils aus Emblemwerken übernommen, die im damaligen deutschen Sprachraum gängig waren. Allerdings haben zahlreiche Text-Bild-Kombinationen ihren Ursprung außerhalb des deutschsprachigen Kulturraumes. Das hat zur Folge, dass der Lucklumer Kirchenraum eine frühneuzeitlich-europäische Kunstform kompendienartig repräsentiert und vielfältige konfessionelle Impulse zusammenführt.

In der vorliegenden Dokumentation werden erstmalig sämtliche Lucklumer Emblemgemälde ihren Vorlagen gegenübergestellt und einer detaillierten Deutung unterzogen. Berücksichtigung finden dabei die einschlägigen wissens- und bildgeschichtlichen wie auch theologie-, frömmigkeits- und predigthistorischen Kontexte. Besonderes Interesse gilt ferner der Frage, in welcher Weise die Inschriften und Gemälde das Kircheninnere als Gottesdienst- und Meditationsraum strukturieren und ihm ein einmaliges Gepräge verleihen.

Die Publikation ist im Kontext des Exzellenzclusters „Understandig Written Artefacts“ erschienen – einem von insgesamt vier besonders geförderten Forschungsprojekten der Universität Hamburg. Sie wurde bei der Drucklegung maßgeblich von der Curt Mast Jägermeister Stiftung in Wolfenbüttel gefördert. So können die Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit in einem anschaulich gestalteten Buch vorgestellt werden. Die Kirche ist übrigens immer samstags und sonntags von 12- 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Pressemeldung: Dr. Elisabeth Vorderwülbecke, Güterverwaltung Reinau

Wir berichten in den nächsten Tagen, über das neue Buch:

Neues Buch über die Emblematik in der Gutskirche in Lucklum

Die Autoren präsentieren die Ergebnisse aus zweieinhalb Jahren Forschung

Ab sofort im Handel!

 

Oops...
Slider with alias sliderreitling not found.