Die Verwaltung der Gemeinde Cremlingen steht vor gewaltigen Aufgaben!

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Sei es eine Digitalisierung der kompletten Kommunalverwaltung, des Hoch und Tief Bauamtes , Kindergärten, Schulen oder auch nur ein wenig Datenschutz. Die Verwaltung mit ihren ca. 200 Mitarbeitern ist sehr gut ausgelastet.

Nach einer Aufstellung allein des Bauamtes fehlt im kommenden Jahr, nur für diesen Bereich eine komplette Stelle eines MitarbeiterInn. Im Datenschutz und Arbeitssicherheitsbereich fehlt der Nächste. Es gibt eine Prioritätenliste, nach der die Verwaltung in enger Abstimmung mit der Politik, die nächsten 51 Aufgaben abzuarbeiten haben.

Das sind Kleinigkeiten die wir immer wieder haben wie die Unterhaltung der Grünflächen mit dem Bauhof, Feuerwehrgerätehäuser nach den neusten Standards der Feuerwehrunfallkasse um oder neu zubauen oder auch das neuste Problem mit der Trübung des Wassers in unseren Grundschulen. Alle diese Positionen sind in den nächsten Jahren eingeplant. Und teilweise schon in Arbeit. Aber auch die Ausweisung von Wohnbauland, eine neue Solaranlage in Hordorf oder Klimaschutzprogramme gehören dazu. Alles von Bürgern der Gemeinde Cremlingen ins Gespräch gebracht oder aber durch den Gesetzgeber vorgegeben.

Da kommt es einem als gewählter Vertreter manchmal vor, als würde nichts voran gehen. So kam die Frage in den Ausschüssen auf, ob man die kommunale Entlastungsstraße „im Moorbusche“ nicht „mal eben“ fertig machen könnte. Das Banquett wäre so zerfahren. Auf die Antwort der Verwaltung, es ist alles in Planung und wir erwarten im März ein Konzept zur Umsetzung dieser Punkte, wird ein weiterer Antrag gestellt: Querungshilfen gibt es auch nicht! Die müssen aber jetzt mal sein. …

Jedes mal als Antrag, mit dem sich die Kollegen der Politik in den diversen Ausschüssen die Zeit um die Ohren schlagen müssen. Geschweige den die Vorbereitungszeit seitens der Verwaltung. Da gehen schnell mal 10 Stunden dahin mit der rechtlichen Prüfung einer Querungshilfe, zusätzlich zu denn anderen Aufgaben. Manchmal hat man dass Gefühl als Ratsherr, es muss jetzt wieder mal ein Antrag sein, damit man in der Zeitung oder am Stammtisch ein Thema ,zum schimpfen auf die Langsamkeit, hat.

Das sollten wir nicht tun! Unsere Verwaltung ist verdammt gut aufgestellt und über die Jahre gewachsen. Die Mitarbeiter, die ich persönlich kenne, sind immer für uns da. Fragen werden oftmals gleich am Telefon beantwortet. Es ist ein schönes Erlebnis in der Gemeindeverwaltung oder auch im Familienzentrum jemanden zu besuchen, der dich nett fragt, was du den heute für eine Aufgabe für Ihn mitgebracht hast. Manchmal können auch diese Mitarbeiter natürlich nicht zaubern, sondern nur nach Faktenlage entscheiden. Aber es gibt immer eine Antwort.

Daher jetzt mal ein persönlicher Appell an alle Ratsfraktionen und Bürger!

Es gibt inzwischen Pläne und eine zeitliche Priorisierung für die verschiedenen Aufgaben.

Lasst unsere Mitarbeiter in der Verwaltung ihren Job tun und haut nicht immer wieder dazwischen mit Anträgen über Dinge, die in Arbeit sind. Das darüber nachdenken ist schon verschwendete Zeit….

Informiert euch vorher, in einem Gespräch oder auch mal in einer Mail, was ist eigentlich Stand der Dinge und wo geht die Reise hin.

Dies betrifft natürlich nicht den Bürger, der einen neuen Ausweis braucht oder sein Kind in der Kita anmelden will. Die laufenden Aufgaben sind sicher zeitlich abgedeckt und werden schnellstmöglich umgesetzt .

Just my 2 cent!!

Grüße von der Elmkante

Pirat Jens Golland