DRK-Bergfest am Neubau

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Wolfenbüttel. Das Interesse war groß, als der DRK-Kreisverband am Freitag zu einem “Bergfest” auf seine Baustelle an die Mascheroder Straße eingeladen hatte. “Wir nennen es so, weil unser neues Gebäude jetzt seine höchste Ausdehnung erreicht hat und quasi über den Berg ist”, erläuterte Björn Försterling in seiner Begrüßung. Als stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums im Kreisverband Wolfenbüttel freute er sich über mehr als 80 geladene Gäste sowie viele Mitarbeitende des DRK.

Und er nutzte diesen Meilenstein in der Entwicklung des hiesigen Roten Kreuzes für ein Dankeschön: “Ich möchte mal auf die besondere Leistung von Horst Kiehne und Andreas Ring hinweisen”, rückte er den Vorsitzenden des Präsidiums und den Vorstand in den Vordergrund. Der Kreisverband habe in den vergangenen Jahren eine tolle Entwicklung genommen. “Diese Erfolge können sich wirklich sehen lassen – und sie wären ohne dieses Duo an der Spitze nicht möglich gewesen.”

So auch in Bezug auf den Neubau an der Mascheroder Straße. Da war dem DRK schon lange klar, dass die bisherige Lösung mit versprengten Büros an verschiedenen Stellen der Stadt und in mittlerweile untragbarer Überbelegung dringend verbessert werden müsste. Das Arbeiten im Kreisverband findet seit einiger Zeit nur noch umschichtig statt, schilderte Försterling, und bewies angesichts von durchschnittlich vier Arbeitskräften an zwei Schreibtischen Galgenhumor: “Beim Roten Kreuz wissen wir, was es heißt, wenn die Belegschaft zusammenrückt.”

Vor diesem Hintergrund relativiere sich auch die auf den ersten Blick “ganz schön große Kiste”, die dort an der Mascheroder Straße entsteht. “Wir ziehen hier ja nicht nur mit der Verwaltung ein, sondern auch mit ganz vielen Angeboten für die Menschen im Landkreis.” Im Moment platze der Kreisverband aus allen Nähten, “darum ist dieser Neubau ein extrem wichtiger Schritt für unsere Mitarbeiter.”

Übrigens hat die Stadtverwaltung großen Anteil an der Umsetzung eines neuen DRK-Zentrums an der Mascheroder Straße. Bürgermeister Ivica Lukanic und Erster Stadtrat Knut Foraita waren beim “Bergfest” zugegen und dokumentierten damit, wie wichtig ihnen eine baulich ansprechende Lösung an dieser prägnanten Zufahrt in die Lessingstadt ist. “Beide waren maßgeblich an der Initiative beteiligt, die uns schließlich zum Kauf dieses Grundstücks geführt hat”, erinnerte Björn Försterling.

Das Rathaus habe in dieser Zeit einen ganz starken Job gemacht, unterstrich auch Architekt Frank Guder. “Im Januar 2019 war dieses Grundstück nicht nur rein oberflächlich noch ein Acker, sondern auch baurechtlich.” Dass nach nur dreieinhalb Jahren schon der Rohbau fertig sei (mit Umwidmung, Gutachten, Ausschreibung etc.), das suche in den Kommunen Niedersachsens sicher seinesgleichen, vermutete der Experte.

Bevor die Besucher in geführten Kleingruppen durchs Haus gingen, erläuterte Guder noch die Synthese, die hinter dem Entwurf seines Büros gjh-Architecten (Salzgitter) steckt: “Wir wollten eben keinen reinen Verwaltungsbau mit glatter, steriler Ausstattung. Vielmehr war es uns und dem DRK – auch wegen der Angebote hier – wichtig, eine Mischung aus Büro und Werkstatt zu vermitteln. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Mittelweg gefunden.”

Und Guder gab noch eine positive Prognose ab: “Trotz der Lieferprobleme und anderer Schwierigkeiten in Deutschland: Hier zeichnet sich ab, dass wir bei den Kosten und den Terminen im geplanten Rahmen bleiben.” Im Anschluss brachten Bauherren und Architekten eine Zeitkapsel ins Mauerwerk ein. Sie enthält neben einem Jahresplaner des Integrations- und Therapie-Zentrums (ITZ) vom DRK noch ein Exemplar des “Wolfenbütteler Schaufensters” sowie Anstecknadeln von DRK und Stadt Wolfenbüttel.

Björn Försterling (links) begrüßte die Gäste im künftigen Entree des DRK-Neubaus. Foto: DRK
Sie bestückten die Zeitkapsel, bevor sie im Loch (rechts) vermauert wurde (von links): Arne Glomb-Försterling (gjh-Architecten), Björn Försterling (DRK) und Wolfgang Jung (gjh-Architecten). Foto: DRK
Titelfoto: Viele Hände halfen beim Einbringen der Zeitkapsel (von links) Architekt Wolfgang Jung, Björn Försterling, Bürgermeister Ivica Lukanic, Horst Kiehne (Vorsitzender des DRK-Präsidiums), DRK-Vorstand Andreas Ring und Architekt Frank Guder. Foto: DRK
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