Drohende Gefahren von oben

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Landesforsten führen Verkehrssicherung im Giebel durch

(Gifhorn) Im Giebelmoor zwischen Parsau und Kaiserwinkel bedrohen abgestorbene Bäume entlang der Waldwege die Verkehrssicherheit. Die Trockenheit der letzten zwei Jahre und der Fraß des Eichenprozessionsspinners haben viele Bäume entlang der Wege zum Absterben gebracht. Die abgestorbenen Bäume verbleiben für gewöhnlich als stehendes oder liegendes Totholz in den Wäldern. Sie bilden für viele Insekten und Vögel einen wichtigen Lebensraum. An Waldwegen birgt es jedoch die große Gefahr, dass Waldbesucher durch plötzlich umkippende oder abbrechende Bäume verletzt werden. Um diese Gefahren zu mindern, entnehmen die Förster des Forstamtes Wolfenbüttel ab der kommenden Woche Gefahrenbäume im Giebel.

„Die Nutzung des Waldes für die Erholung der Bevölkerung ist eine wichtige Waldfunktion, die wir als Förster erhalten möchten“, sagte Andreas Möhring, Betriebsdezernent im Niedersächsischem Forstamt Wolfenbüttel. „Die Sperrung der Waldwege im Giebel ist daher keine Option.“

In der kommenden Woche beginnt eine Holzerntemaschine, ein sogenannter Harvester, damit, die abgestorbenen Bäume entlang der Wege abzuschneiden und das Holz in die Wälder zu legen.

„Diese Maßnahme ist im Waldgebiet Giebel nur bei Trockenheit möglich“, erklärt Revierleiter Klaus Peter Deeken von der Revierförsterei Danndorf. „Die Maschine kann nur dann die absterbenden Bäume an den Wegen anfahren und diese in die Waldbestände kippen, ohne dabei Schäden am Waldboden zu hinterlassen. Eine Arbeit von Hand mit der Motorsäge ist wegen herabfallender Äste zu gefährlich und aus Arbeitsschutzgründen nicht möglich.“

Die Waldflächen im Giebel sind seit einigen Jahren sehr stark durch den Eichenprozessionsspinner befallen. Neben dem Absterben der Eichen durch den mehrjährigen Fraß der Raupen am Eichenlaub sind die giftigen Brennhaare der Raupen ein großes Problem. Diese halten sich über mehrere Jahre in den Waldbeständen und kontaminieren diese sehr stark. Aus Gründen des Arbeitsschutzes ist daher der Personaleinsatz im Giebel nur erschwert möglich.

Betriebsdezernent Möhring bittet alle Waldbesucher um Verständnis: „Während der Verkehrssicherung in den kommenden Wochen wird es zur zeitweisen Sperrung der Waldwege kommen. Um den Giebel auch weiter für Erholungsuchende erlebbar zu halten, ist diese Maßnahme unabdingbar.“

Zusatz:

Das Waldgebiet Giebel gehört zu der NWE (Natürliche-Wald-Entwicklung) -Kulisse. Diese umfasst 10% des Niedersächsischen Landeswaldes, die die Landesforsten komplett aus der Nutzung genommen haben und der natürlichen Waldentwicklung überlassen. Hier werden lediglich Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Wege durchgeführt. Das dabei anfallende Holz verbleibt als Totholz in den Flächen.

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