Einsatz in der Heiligen Nacht

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Wolfenbüttel. Bei dem nächtlichen Brandeinsatz der Wolfenbütteler Feuerwehr über Weihnachten war auch die Schnelleinsatz-Gruppe (SEG) des DRK-Kreisverbandes vor Ort. Gegen 3 Uhr in der Heiligen Nacht hatten mehrere Explosionen die Anwohner der Harzstraße aufgeschreckt. Offenbar war ein Feuer in einem Haus ausgebrochen, das derzeit saniert wird.

Dem Einsatzbericht zufolge rückten die Feuerwehren aus Wolfenbüttel und Linden mit rund 50 Kameraden aus. Auch die große Drehleiter kam zum Einsatz, zwei Löschtrupps bekämpften das Feuer unter schwerem Atemschutz. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Menschen verletzt worden waren, wurden zusätzliche Rettungskräfte des DRK alarmiert. Neben drei Rettungswagen waren Notarzt, leitender Notarzt sowie der Organisatorische Leiter vor Ort.

Tatsächlich kamen zunächst keine Menschen zu Schaden, allerdings wurde bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden, sei aber schon wieder entlassen worden, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Als SEG-Leiter vor Ort fasst Tobias Liersch den Einsatz aus DRK-Sicht zusammen: “Wir wurden um 2:53 Uhr alarmiert mit dem Einsatz-Stichwort: F2ML (Feuer 2 Menschenleben in Gefahr) – ,Explosion’.”

Insgesamt acht Einsatzkräfte trafen sich daraufhin an der Wache am Exer, Liersch und sein Stellvertreter Mike Herzberg rückten mit dem DRK-Fahrzeug in die Harzstraße aus. Bei dieser Gelegenheit sollte sich erstmals der umgebaute Einsatz-Leitwagen (ELW) des Einsatzzuges bewähren. Die Aufgaben der DRK-Helfer im Einsatz lauteten, die örtliche Einsatzleitung des Rettungsdienstes zu unterstützen. “Außerdem mussten wir die Funkverbindung zur Feuerwehr und zur Leitstelle in Braunschweig sicherstellen”, berichtet Liersch weiter. Darüber hinaus hielt seine Gruppe Kontakt zu den weiteren SEG-Kräften, die sich in Bereitstellung am Exer befanden, falls ihr Einsatz bei größerer Schadenslage erforderlich gewesen wäre.

“Unser Einsatz endete inklusive einer kleinen Nachbesprechung gegen 4:50 Uhr nach dem Einrücken am Exer.”

BU: Der umgebaute Einsatz-Leitwagen des DRK hatte in der Heiligen Nacht seinen ersten Einsatz. Im Hintergrund sind die Hauptkirche (rechts) und das ehemalige Zollamt (links) zu erkennen.  Foto: DRK