El derecho de vivir en Paz

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„El derecho de vivir en Paz. Das Recht auf ein Leben in Frieden.“ Mit diesen Satz des chilenischen Sängers Victor Jara drückte Paula Neubauer, SPD-Mitglied in Schandelah, ihre Hoffnungen in einer Mitgliederversammlung aus. Victor Jara wurde von den Schergen des Diktators Pinochet 1973 gefoltert und ermordet.
Paula Neubauer flüchtete mit Ihrer Familie zu Beginn der Diktatur von Chile nach Europa. Ihre Eltern Victoria Osorio Jara und Alberto Maceratta Garcia – mittlerweile in ihrer Heimat zurück – sind in der Hauptstadt Santiago de Chile sozial und politisch sehr engagiert. Zudem besuchten sie mehrfach Schandelah und sind immer gern gesehene Gäste der hiesigen SPD.
Paula berichte den zahlreich anwesenden SPD-Mitgliedern über die aktuelle Situation in Chile: Eine Oberschicht erhält mit Unterstützung der Regierung immer weitere Privilegien und wird immer reicher. Gute Bildung können sich nur Reiche auf Privatschulen leisten. Gleichzeitig müssen sich die meisten Menschen im Land immer weiter einschränken. Bei geringen Gehältern und Renten steigen die Kosten für Lebensmittel, Wasser und Strom. Das öffentliche Schulsystem liegt am Boden, ein sozialer Aufstieg ist praktisch unmöglich.
An der Erhöhung der Fahrpreise der U-Bahn entzündeten sich erste Proteste. Mittlerweile gehen die Menschen in Millionenzahl auf die Straßen. „Das macht mir Hoffnung. Die Menschen kämpfen für bessere Lebensverhältnisse.“
Die chilenische Regierung unter dem Präsidenten Piñera https://de.wikipedia.org/wiki/Sebasti%C3%A1n_Pi%C3%B1era   reagierte mit der Verhängung des Ausnahmezustands und Ausgangssperren. Das Militär wird mit Soldaten und Panzern in den Straßen gegen die Demonstranten eingesetzt. Paula Neubauers Familie und Freunde berichten in den sozialen Medien fortlaufend über Schüsse in die Menge und Folterungen, Tote und vermisste Menschen.
„Es ist schrecklich, dass alles zu sehen. Die rechtsgerichtete Präsident unterdrückt und mordet wie ein Diktator.“ sagt Paula Neubauer traurig und wütend. „Die Menschen stehen endlich auf und kämpfen gegen das Elend und für Gerechtigkeit. Die Würde des Menschen ist unantastbar!“
Sichtlich betroffen hörten die Schandelaher Sozialdemokraten den Schilderungen zu. Die Versammlung fasste folgenden Beschluß: „Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gehört den Menschen in Chile. Je mehr Leute sich mit der Situation auseinandersetzen und protestieren, desto eher können Menschrechtsverletzungen verhindert werden. Wir fordern die Wiederherstellung der rechtsstaatlichen Ordnung in Chile und erwarten die Unterstützung der deutschen Institutionen.“
Quelle:Artikel der SPD Schandelah