ELMWANDERUNG IM REGEN

0
274

Trotz sehr gemischtem Wetter traf sich eine kleinere Gruppe von WanderInnen zu der
von den Cremlinger Grünen organisierten, inzwischen traditionellen Elmwanderung
unter Leitung des Destedter Ortsheimatpflegers Jörg-Eckehard Pogan. Auf zum Teil
recht schlammigen, weniger genutzten Wegen wurde der Destedter Teil des Elms
erkundet. Viel Wissenswertes erfuhren die Teilnehmenden u.a. zu den Veränderungen
der Forstnutzung und der Ausdehnung der Waldflächen im Laufe der Jahrhunderte, zu
den Steinbrüchen im Destedter Elm und zur Geschichte des Elmkalkwerks.

Entsetzt war die Gruppe über den Zustand des Waldes insbesondere im besonders zu
schützenden FFH-Gebiet: Außer einigen wenigen „Mutterbäumen“, die zur Aussamung
stehen gelassen werden und deren Stämme wegen der vielen Seitentriebe wenig
lohnend genutzt werden können, waren keine älteren, größeren Bäume mehr zu sehen.
Sie wurden offensichtlich für kurzfristigen finanziellen Gewinn in den letzten Jahren
radikal abgeholzt. Dabei sind es gerade die Kronen alter Bäume, die biologische Vielfalt
gewährleisten. Und alte Bäume sind deutlich leistungsfähiger als jüngere bezogen auf
ihre Fähigkeit, CO2 zu speichern. Denn entscheidend ist hierbei die Gesamtheit aller
Blattoberflächen, die im Alter zunimmt. Deshalb ist in alten Wäldern die Zuwachsrate
der Bäume (Höhe und Stammdurchmesser) wesentlich höher, obwohl weniger Bäume
auf einer definierten Fläche stehen und alte Blätter weniger CO2 pro Blatteinheit
veratmen.

Sehr beeindruckt war die Gruppe zum Abschluss der Wanderung von dem großartigen
Panorama, das der in den 70er Jahren stillgelegte Destedter Steinbruch bot.

Pressemeldung: Grüne

Werbung