Elternvertreter der Kindergärten bittet die Gemeinde Cremlingen um Hilfe

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Die Not ist groß….sehr groß!!! // Doch Keiner traut sich…..

Leserbrief: Hilfeschrei der Kindergartenkinder

Wir alle haben mit dieser Krise zu kämpfen……jedoch trifft es die Kleinsten mit am härtesten!

Es sind die, die am wenigsten sagen können bzw. die noch nicht die Stimme haben, die sie bräuchten. Wie große Kids, die bei „Fridays for Future“ auf die Straße gehen und unsere Politik aufrütteln.

Das Eltern für die Kleinsten sprechen, ist in Anbetracht der Tatsache, dass diese alle Hände voll zu tun haben, weil sie sich eigentlich teilen müssten und kräftetechnisch kurz vor dem Kollaps sind, nicht möglich.

Zumindest nicht allein! Aus diesem Grund schließen sich die Elternvertreter und Eltern der Kitas in der Gemeinde Cremlingen zusammen, um zu kämpfen, um den Kindern Ihr Leben weitestgehend zurückzugeben, was sie auch verdienen. Denn bevor diese Krise großen Schaden an den Kleinsten anrichtet, was leider teilweise schon passiert ist, müssen WIR einen Weg finden!

Es ist so, dass die ersten Kinder, die seit Wochen zu Hause sind, die ersten psychischen Auffälligkeiten zeigen und Entwicklungsrückschritte zu erkennen sind.

Und auch die Eltern kommen an ihre Grenzen, wenn tagsüber Kinder betreut werden müssen und nachts dann gearbeitet werden „darf“. Da kann sich Jeder sicherlich vorstellen, dass so etwas auf Dauer nicht gesund sein kann.

Für die Kleinen sind einige Wochen, wie eine Ewigkeit! Einige sind aber mittlerweile schon nicht nur einige Wochen zu Hause, sondern bereits mehrere Monate.

Es müssen alle Kinder das Recht bekommen eine Notbetreuung zu erhalten, wenn es notwendig ist. Jedoch stellt sich die Politik anscheinend dagegen. Denn wie ist es sonst zu erklären, das gut 10 freie Notbetreuungsplätze in Kitas der Gemeinde Cremlingen 6 Wochen nach dem offiziellen Lockdown immer noch nicht besetzt sind. Es ist sogar so, dass derzeit alle Erzieher vor Ort sind und sogar Räumlichkeiten zur Verfügung stehen (z.B. in der neuen KITA Moorbusch).

Was muss man tun damit diese freien Plätze vergeben werden???

Und falls der Bedarf daran größer ist, als die Plätze es hergeben, müssen wir trotzdem eine Lösungfinden, denn auch die Kleinsten haben Rechte!

Warum ist es möglich, dass in Grundschulen ein Wechselunterricht stattfinden kann und in Kitas in der Gemeinde Cremlingen angeblich kein Wechsel möglich ist und die Plätze in Stein gemeißelt sind. Jeder Elternteil hat zwar die Möglichkeit Freistellungstage über die Krankenkasse in Anspruch zu nehmen, aber auch diese sind begrenzt und natürlich auch noch mit finanziellen Einbußen verknüpft, was sich auch nicht Jeder leisten kann.

Es läuft gerade so, dass die Eltern die keine Möglichkeit auf eine Notbetreuung haben, im Sommer keinen Urlaub mehr haben. Doch auch dann ist die Kita für 3 Wochen geschlossen, und diesmal für alle. Nur was machen, wenn kein Urlaub mehr zur Verfügung steht, da dieser in dieser turbulenten Zeit aufgebraucht wurde.

Wenn man bei der Gemeinde anruft bekommt man die Aussage, dass die Zuständigen inklusive dem Bürgermeister die Not zwar sehen, sie allerdings nichts tun können oder vielleicht auch nicht wollen oder dass die Vorschriften der Landesregierung es angeblich nicht hergeben…..

wenn da nicht die Zuständigkeit liegt, wo dann?

Die Vorschriften der Landesregierung lassen viel Interpretationsspielraum, nur leider wird es derzeit zu Ungunsten der Kinder und ihrer Eltern seitens der Gemeinde interpretiert.

Aus Angst Ihren Notbetreuungsplatz zu verlieren, halten sich die mit einem Platz bedeckt. Was man gut nachvollziehen kann, denn wenn der Platz weg ist, dann höchstwahrscheinlich nicht nur für 1-2 Wochen. Grund hierfür ist das die Gemeinde kein Wechselmodell einführt, dass in keiner Verordnung als verboten geschrieben steht und somit möglich wäre.
Anträge werden abgelehnt, obwohl es noch freie Plätze gibt.

Hinzu kommt noch, dass die Gemeinde vor dem offiziellen Lockdown ab dem 16.12.2020 darum gebeten hat, dass doch bitte die Kinder bis zum 08.01. zu Hause zu betreuen sind, um den Infektionsgeschehen entgegen zu wirken und den KITAs in dieser schwierigen Zeit entgegen zu kommen. Diesem Appell sind auch viele Eltern nachgekommen, allerdings nicht mit dem Wissen, dass sie dies unter voller Berechnung der Kosten machen. Diese Gebühren hat selbst die Stadt Wolfenbüttel den Eltern erlassen. Auch hier ist es leider so, dass unsere Gemeinde da gar kein Entgegenkommen zeigt.

Es kommen dann nur Aussagen, dass es so festgelegt wurde (siehe Satzung) und wir sogar dankbar sein müssten, dass die Gemeinde nicht noch 3 Tage mehr berechnet hat.
Es hat den Anschein als wäre der Gemeinde der Finanzhaushalt wichtiger als das Wohl der Kinder!?!

Kinder brauchen Kinder um sich zu entwickeln! Das sollte mittlerweile
Jedem klar sein. Nicht umsonst haben bereits mehrere Kinderpsychologen und andere Fachexperten hierzu Stellung bezogen.

Ich dachte immer, dass man in Krisen „zusammenrückt“!
Doch was passiert hier?

Versteckt man sich hinter der Bürokratie?

Liebe Gemeinde Cremlingen lasst uns gemeinsam eine Lösung finden!
Gez. Die Elternvertreter der Kindergärten aus der Gemeinde Cremlingen

Kindertagesstätten bleiben vorerst weiterhin im Szenario C