Feldkorps dem europäischen Gedanken verpflichtet

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Braunschweig. Am vergangenen Dienstag hatten sich die Mitglieder und Freunde des Herzoglich-Braunschweigischen Feldkorps in der St. Ulrici-Brüdern Kirche eingefunden, um gemeinsam im Rahmen einer kirchenmusikalischen Vesper mit Liedern und Gebeten den geistlichen Segen zu empfangen. Das blau-gelbe Welfenbanner und die prächtigen, originalgetreuen Uniformen der Vereinsmitglieder verliehen dem Abend einen feierlichen und festlichen Glanz. Vorsitzender Thomas Musahl hieß unter den Anwesenden insbesondere Propst Lars Dekekind herzlich willkommen.

Pfarrer Frank-Georg Gozdek ging mit seinen Worten vor allem auf die Person des an diesem Tag vor 205 Jahren verstorbenen Friedrich Wilhelm, dem “Schwarzen Herzog”, ein. “Der Schwarze Herzog hat trotz seiner Ecken und Kanten Vorbildfunktion für die Menschen von heute. Sein Mut und Gerechtigkeitssinn waren die Grundlagen, um sich als einziger Herzog gegen die französischen Besatzer zu erheben. Viele folgten und errangen die Freiheit. Selbst Napoleon zollte ihm Anerkennung für sein Handeln,” so Gozdek.

Das vorgetragene Lied vom “Schwarzen Herzog” aus dem Jahr 1809, geschrieben von Joachim Eschenburg als Stiftsherr und Professor, zeigte in eindrucksvoller Weise das Wirken Friedrich Wilhelms in der damaligen Epoche.

Das Feldkorps engagiert sich, dieser Tradition verpflichtet und aus der Geschichte lernend, in der europäischen Gemeinschaft mit anderen Vereinen, die in dem Reenactment historischer Begebenheiten und Schlachten das Verbindende zwischen den Völkern suchen und sich gemeinsam für Verständigung, Versöhnung und Frieden einsetzen.

Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Garten, umrahmt von gotischen Mauern aus. Sichtlich bewegt wurde Ingrid Rauhe, Gründungsmitglied des Vereins, für ihr vieljähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Großen Wappen des Herzogtums geehrt.

Fotos: Andreas Meißler