Fußweg „Im Moorbusche“ in Cremlingen – Behindertenvertreter nimmt Stellung

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Anmerkungen zum Fußweg „Im Moorbusche“ in Cremlingen

Wolfenbüttel 17.10.2021

Über den Sachverhalt im Bericht über den Fußweg „Im Moorbusche“ in Cremlingen habe ich mich nicht nur gewundert, sondern über diesen Sachverhalt auch, ja man kann es so nennen, geärgert.

In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des „Beirat für Menschen mit Behinderungen im Landkreis Wolfenbüttel“ werde ich öfters von Kommunen gefragt, wie Fußwege, wie Straßenzüge, wie Querungen von Straßen barrierefrei gestaltet werden können.

In vielen Fragen müssen auch die bestehenden DIN – Vorschriften beachtet werden.

Für den Bau von Fußwegen gibt es klare DIN – Vorschriften, die hier bei der Planung und beim Bau außer Acht gelassen wurden.

Die DIN 18040-1 fordert für alle Gehwege im Freien eine Breite von 150 cm und für den Begegnungsfall nach jeweils 15 m Strecke eine Fläche von 180 cm x 180 cm zum Ausweichen der sich begegnenden Rollstuhlfahrer u. -fahrerinnen.

Auch für Nutzer von Kinderwagen etc. sind diese Maße behilflich.

Auch wenn es sich hier gegebenenfalls um eine Nebenstrecke handelt, so besagt die DIN – Vorschrift, dass eine Mindestbreite von 120 cm vorhanden sein muss.

Des Weiteren gibt es für die Fußwege DIN – Vorschriften zur Oberflächengestaltung (rutschfrei) und zur Querneigung, zur Abführung des Oberflächenwassers, etc. Weiterhin müssen die Fußwege stufenlos sein, blendfrei und mit taktilen Begleitstreifen versehen sein.

Bei der Planung und beim Bau wurden alle diese Vorschriften nicht beachtet – schade, denn überall wird von Barrierefreiheiten und von Inklusion gesprochen.

Immer wieder habe ich bei sehr vielen Anlässen darauf hingewiesen, dass der Beirat bei der Planung mit Rat und Tat zur Hilfe steht.

 

Jetzt im Nachhinein muss der Steuerzahler für die Mehrkosten zur einwandfreien Gestaltung aufkommen.