Gärtnerei Dietz muss ein Großteil der Produktion vernichten

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Ausufernde Bürokratie in Coronazeiten macht es für die Betriebe noch schwieriger

Bürgermeisterkandidat Tobias Breske besuchte am 08. März 2021 die Gärtnerei Dietz. Im Gespräch mit Firmeneigentümer Christian Dietz kam man schnell auf das derzeit gerade bei Gewerbebetrieben vorherrschende Thema, der coronabedingten Gewerbeeinschränkungen.

 Der Betrieb hat seit Mitte der 1960er Jahre am Ortsrand von Schandelah seinen Sitz und produziert dort Blumen und Pflanzen für Gärtnereien und Blumenläden aus der gesamten Region. Auch ein großer Laden zum Verkauf der eigenen Produkte und zusätzlichen Dekoartikeln für den heimischen Garten und Balkon ist auf dem Gelände integriert. Im Gespräch zwischen Dietz und Breske wird aber schnell klar, dass auch hier die Pandemie nicht schadlos an dem Betrieb vorüber gegangen ist.

Wir haben das Problem, dass sich die Produktion bei uns nicht so einfach stoppen lässt, so Firmenchef Dietz. „Was einmal in der Erde ist, fängt an zu wachsen und muss dann eigentlich zu einem fest geplanten Zeitpunkt in die Läden der Region. Das Öffnungsverbot für die Geschäfte hat dazu geführt, dass wir ein Großteil der Produktion einfach vernichten mussten und der Umsatz damit fast auf null gesunken ist. Zusätzlich viel das komplette Weihnachtsgeschäft aus und der sonst umsatzstarke Valentinstag war nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein“.

v.l. Christian Dietz, Bürgermeisterkandidat Tobias Breske

Im Gespräch bemängelt Dietz gegenüber dem Bürgermeisterkandidaten auch die Bürokratie, die es für die Betriebe in Notzeiten nicht einfacher macht. Anträge für die Hilfen sind zum Teil so kompliziert, dass selbst Fachleute nur schwer mit den Anträgen fertig werden. Zugesagte Hilfen kommen einfach nicht oder nur sehr spät bei den Betrieben an. Ganz besonders hart war der Kampf um Hilfen für die insgesamt 8 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen berichtet Christian Dietz.

Tobias Breske: „Es kann nicht sein, dass Gewerbebetriebe gerade in der derzeitigen schwierigen Situation und den damit verbundenen Existenzängsten auch noch parallel mit der Bürokratie kämpfen müssen. Das belastet zusätzlich und unnötig. Hier sollten alle Ebenen gemeinsam daran arbeiten, dass die Hilfen schnell und unbürokratisch da ankommen, wo sie gebraucht werden“.

Die Gärtnerei Dietz ist montags bis freitags zwischen 07- 17 Uhr (ab April wieder 8 – 18 Uhr) und samstags zwischen 8 – 13 Uhr geöffnet.

Titelfoto: v.l. Bürgermeisterkandidat Tobias Breske, Christian Dietz