Gewässerunterhaltung und Naturschutz geht das eigentlich?

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Bürgermeisterkandidat Tobias Breske informiert sich vor Ort am Sandbach in Schandelah

Mitten durch die Ortschaft Schandelah fließt das Gewässer Sandbach. Vor gut 20 Jahren wurde der Bach, wie viele in Niedersachsen stark begradigt, um zu erreichen, dass möglichst viel Wasser in kurzer Zeit abfließen kann. Diese damals vorherrschende Vorgehensweise an vielen Bachläufen hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Viele Bäche und Flüsse werden umfangreich renaturiert und erhalten so ihr altes Gesicht zurück.

Auch am Sandbach wurden zahlreiche Maßnahmen in der Vergangenheit realisiert. Von der Kläranlage bei Schandelah bis zur Mündung in die Schunter bei Dibbesdorf wurde der Fluss vollständig renaturiert. Zuständig dafür war die Gemeinde Cremlingen in Zusammenarbeit mit dem Schunterverband mit Sitz in Königslutter. CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Breske traf sich gemeinsam mit Mitgliedern der CDU Fraktion vor Ort, um sich vom Verbandvorsteher des Schunterverbandes, Werner Denneberg, die in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen erörtern zu lassen.

„Wir haben mit unseren Maßnahmen erreicht, dass der Sandbach wieder seinen natürlichen, naturgerechten Gewässerverlauf zurückerhalten hat, so Denneberg. „Das ist in zweierlei Hinsicht für Mensch und Natur von großer Bedeutung. Zum einen haben bei starken Regenereignissen die anfallenden Wassermengen die Möglichkeit, sich auf Gewässernebenflächen auszubreiten, so sinkt die Hochwassergefahr für die Ortschaft rapide. Zum anderen bieten die Uferränder und das Gewässer selbst, Flora und Fauna die Möglichkeit, sich entsprechend anzusiedeln, was speziell hier im und um den Sandbach hervorragend gelungen ist.“

Tobias Breske: „Schön, was gerade in Schandelah durch die Arbeit des Unterhaltungsverbandes entstanden ist. Das ganze Areal mit dem Sandbach und den anliegenden Grünanlagen hat schon fast Parkcharakter. Wenn damit gleichzeitig etwas für den Hochwasserschutz in der Ortschaft und den Naturschutz getan werden kann, ist das eine tolle Sache. Wir sollten in der Gemeinde schauen, wo durch entsprechende Maßnahmen vorhandene Gewässer ebenfalls aufgewertet werden können.“

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Der Schunterverband ist ein Wasser- u. Bodenverband dem die Unterhaltung und der Ausbau von Gewässern II. Ordnung in seinem Verbandsgebiet obliegt. Dieses Gebiet umfasst das Flussgebiet der Schunter und der Wabe einschließlich der Nebengewässer. Es erstreckt sich in West-Ost-Ausdehnung von Walle im Landkreis Gifhorn bis Helmstedt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und in Nord – Süd- Ausdehnung von Heiligendorf (Stadt Wolfsburg) bis nach Salzdahlum (Stadt Wolfenbüttel) und hat eine Größe von 603 Quadratkilometern. Der Schunterverband ist in seinem Verbandsgebiet für 25 Gewässer mit einer Gesamtlänge von zurzeit rund 250 km zuständig.

v.l. CDU-Bürgermeisterkandidat Tobias Breske, Jörg Weber, Christiane Florek, Verbandvorsteher Werner Denneberg, Mitarbeiter des Schunterverbandes Sven Nawrotzki