Gewerbegebiet Scheppau Grüne Cremlingen

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Pressemeldung:  Ulrike Siemens  Sprecherin B90/DIE GRÜNEN OV Cremlingen

Großgewerbegebiet Scheppau als Antwort auf den Klimawandel?

Was sind die drängendsten Probleme der Zeit – neben der Corona-Pandemie? Aus grüner
Sicht gehen die größten Bedrohungen aus von einem immer rasanter fortschreitenden
Klimawandel, oder genauer der immer näher kommenden Klimakatastrophe und
vom Artenschwund, von vielen auch das „sechste Massenaussterben“ genannt. Darüber
hinaus spielen die Flächenversiegelung, die Auslaugung der Böden oder die Gefahren
für das Grundwasser auch noch eine wichtige Rolle.

Was kann man nun tun, um diesen Herausforderungen zu begegnen? Die GRÜNEN auf
allen Ebenen schlagen z.B. Aufforstungen und Wiedervernässung von Mooren zur CO2-
Speicherung vor, Entsiegelung von Flächen, Steigerung des Grünlandanteils, Vernetzung
und Schaffung von Biotopen, Ausweisung von Schutzgebieten, Reduzierung des Kraftfahrzeugverkehrs, um nur einige Maßnahmen zu nennen.

Was schlagen die Oberbürgermeister von Braunschweig und Wolfsburg und die Landrätin
von Wolfenbüttel und der Landrat von Helmstedt vor? Sie schlagen vor, ein Großgewerbegebiet von 186 ha Größe (entspricht 266 Fußballfeldern oder 1,86 Millionen m²)
an der Autobahnabfahrt Scheppau, in der Nähe des Autobahnkreuzes A2/A39 einzurichten.
Sie finden die Lage ideal für ein Gewerbegebiet mit Emissionen wie Lärm und Licht
rund um die Uhr. Eine Machbarkeitsstudie für 200.000€ soll beauftragt werden. Der
Helmstedter Kreistag hat der Durchführung der Studie schon zugestimmt, die drei anderen
Räte und Kreistage werden vermutlich leider folgen.

Die Cremlinger GRÜNEN, die seit Jahren gegen ein Gewerbegebiet an dieser ökologisch
sensiblen Stelle argumentieren, sind erschüttert über die komplette Leugnung der essentiellen
Probleme, denen sich die Menschen auch in der Region Braunschweig ausgesetzt
sehen. Deshalb zeigten sie auch Präsenz bei der Sitzung des Braunschweiger Wirtschaftsausschusses, der gegen die Stimmen von GRÜNEN, Linken und Bibs ebenfalls die
Machbarkeitsstudie empfahl. „Die Planung ist in der heutigen Zeit schon verantwortungslos
gegenüber künftigen Generationen zu nennen“, Ulrike Siemens von den Cremlinger
GRÜNEN. „Zukunftsweisend wäre eine Strategie zur Vernetzung der zahlreichen
umliegenden wertvollen Schutzgebiete und die Entwicklung eines Biotopverbundes“,
ergänzt Diethelm Krause-Hotopp.

Bild (GRÜNE Cremlingen): Bürger*innen aus der Gemeinde Cremlingen protestieren vor der VWHalle gegen ein mögliches Großgewerbegebiet Scheppau