„Hilfe, Hilfe, wir brauchen Wasser …“

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Ein Bericht von Hansjoachim Hinz

… so oder ähnlich könnten der Hilferuf der Straßenbäume in unserer Region zu hören sein, wenn die Bäume denn um Hilfe schreien könnten. Können sie aber nicht und daher machen sie das, was sie tun, um zu überleben: sie nehmen das wenige Nass, um zu überleben und alles andere, wie u.a. Blätter gehen in den Ruhemodus. Heißt, sie werden nicht mehr versorgt und vertrocknen.

Ob das Überlebenstraining der Bäume ausreicht, um im nächsten Frühjahr wieder ins Leben zurückzukehren, bleibt abzuwarten. Hoffnung besteht, besonders dann, wenn wir Menschen den Bäumen helfen.

Dass dieser und der letzte Sommer viel zu trocken war, ist mittlerweile wohl jedem klar geworden. Daher fehlt das lebensnotwendige Nass in der Erde. Bis zu 1,60 m Tiefe, so haben Forstbeauftragte festgestellt, ist der Boden im wahrsten Sinne des Wortes staubtrocken. In Braunschweig ruft die „Bürgerinitiative Baumschutz“ (https://bi-baumschutz-braunschweig.jimdo.com/) dazu auf, zum Wohl der Bäume regelmäßig ihnen das nötige Wasser zu geben.

Warum nicht auch in unserer Region. Jeder versucht doch seine Pflanzen in seinem Garten zu retten und gießt wohl regelmäßig.

Warum nicht auch dann – ganz nebenbei – die Bäume vor seiner Haustür. Kein großer Aufwand, aber mit einem großen Nutzen.

Also heute Abend zwei große Gießkannen an die Bäume auf der Straße. Auch dann, wenn es zufällig mal den einen oder anderen Gewitterschauer in unserer Region gibt. Denn der Wasserbedarf ist höher, als der „Regen“ der letzten Tage gebracht hat. Trotz der Schauer ist die Verdunstung größer als zu Regenmenge aus dem Gewitter. Und schließlich regnet es ja auch nicht überall.

Ich höre die Bäume schon rufen: „Vielen, vielen Dank, lieber Nachbar. Bis morgen …“

hjh

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