Hochwasserpartnerschaft geht jetzt konkrete Projekte an

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Hochwasserpartnerschaft geht jetzt konkrete Projekte an

Presseinformation, 29.03.2022

Aus der Theorie heraus in die Praxis

Hochwasserpartnerschaft geht jetzt konkrete Projekte an

Gestern trafen sich in Lehre Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Landkreisen
und Städten zur ersten Steuerkreissitzung der Hochwasserpartnerschaft Schunter/Wabe in diesem Jahr. „Wir gehen jetzt aus der Theorie heraus und in die Praxis hinein“, so eröffnete der Geschäftsführer des WWL, Ralf Johannes, die Sitzung. Einstimmig wurde er zum neuen Sprecher der Hochwasserpartnerschaft gewählt, bevor die Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung durch alle Partner bestätigt wurde.

Die neue Kooperationsvereinbarung gilt für den Zeitraum 2022-2024 und verlängert die bisherige Zusammenarbeit zur Bewältigung der Herausforderungen in Hochwasserbrennpunkten
im Einzugsgebiet von Schunter und Wabe. Die Gemeinden Lehre und Cremlingen, die Samtgemeinden Sickte und Nord-Elm, die Städte Wolfsburg, Braunschweig und Königslutter am
Elm sowie der Regionalverband Großraum Braunschweig und der Wasserverband WeddelLehre sind Mitglieder der Kooperation. Der WWL koordiniert die Zusammenarbeit und übernimmt federführend die Beantragung auf Gewährung von Fördermitteln.

Ziel für die kommende Arbeitsperiode der Partnerschaft ist es, die bislang in der Theorie erarbeiteten Hochwasserschutz-Maßnahmen nun in den regional gegliederten Arbeitskreisen zu
priorisieren und auszuarbeiten, sodass bereits ab dem kommenden Jahr die Umsetzung einzelner Maßnahmen initiiert werden kann. Langfristig soll sich daraus ein kontinuierlicher Prozess entwickeln, bei dem nach und nach die Maßnahmen des bereits vorhandenen Maßnahmenkatalogs, welcher ca. 70 Einzelmaßnahmen umfasst, umgesetzt werden. Für alle involvierten Städte und Gemeinden soll so Schritt für Schritt ein wirkungsvoller Schutz vor Hochwasserereignissen und Starkregen aufgebaut werden, der auch die Folgen des Klimawandels
einbezieht und ihnen klug begegnet.

Um die Realisierbarkeit dieser wichtigen Schritte und Maßnahmen organisatorisch und finanziell abzusichern, ist für 2023 der Beitritt zur LEADER-Region ELM-Schunter geplant. Mit der
Unterstützung des Maßnahmenprogramms der EU zur Förderung der „Entwicklung im ländlichen Raum“ sollen finanzielle Mittel zur optimalen Umsetzung der Maßnahmen gesichert und
die politische Aufmerksamkeit auf den Hochwasserschutz als Teil des Handlungsfeldes Klimaschutz gelenkt werden.

Foto: André Menzel, Regionalverband Großraum Braunschweig, und WWL-Geschäftsführer Ralf Johannes.