Hochwasserschutz in Destedt Fehlanzeige

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Anlieger des Wohngebietes Im Kleigarten/Kalkofenweg in Destedt fordern Hochwasserschutz von der Gemeinde Cremlingen

Anlieger in dem Wohngebiet fordern seit Jahren von der Gemeinde, dass sie Maßnahmen zum Schutz der Grundstücke vor wild abfließendem Oberflächenwasser einleitet. Mehrere Gespräche hierzu folgten, passiert ist nichts. Und die Gefahr, dass Starkregenfälle erneut zu Schäden auf Grundstücken und Häusern führen, steigt.

Ende der 90er Jahre, 2013 und zuletzt 2017 wurden die Grundstücke von abfließenden Oberflächenwasser zum Teil stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Starkregenfälle hatten dabei Auswirkungen bis zur Ortschaft Schulenrode. Der Einsatz der Freiwillige Feuerwehr im Jahr 2017 war aufgrund des massiven Zuflusses erforderlich. Die Schäden bei dem letzten Hochwasser belaufen sich nach Schätzungen auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Auf Dringen des Ortsrates und des damaligen Ortsbürgermeisters ist 2003 am Ende der Straße Kalkofenweg ein Regenwassersammelbecken angelegt worden, um den Wasserabfluss von den oberhalb liegenden Ackerflächen über die Straße Kalkofenweg und damit deren Verschlammung einzudämmen. Diese Maßnahme betraf lediglich den öffentlichen Bereich, zum Schutz der privaten Grundstücke wurden keinerlei Maßnahmen eingeleitet. Größe und Tiefe des Sammelbeckens sind ungenügend dimensioniert, sodass die Wassermassen bei Starkregenfällen immer noch über die Straße fließen und diese verschlammen.

Im Juni 2013 folgte ein Gespräch vor Ort der betroffenen Anlieger mit der Gemeinde und dem Wasserverband. Als Ergebnis wurde die Zusage gemacht, dass Maßnahmen 2014 in Angriff genommen werden sollen, da Finanzmittel für 2013 schon verplant waren. Auch danach passierte wiederum nichts!

Mit dem Anlegen des Regenwassersammelbeckens hätte aus Sicht der Anwohner zwangsläufig ein Graben am unteren Feldrand angelegt werden müssen. Dies wurde eigentlich schon mit der Ausweisung des Baugebietes versäumt. Denn oberhalb der ehemaligen Ortslage bestand ein Grabenlauf, der mit der Erschließung des Baugebietes hätte an der neuen Ortsrand verlegt werden müssen, sind sich die Anlieger einig.

In einem Gespräch (Oktober 2017) mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Detlef Kaatz, wurde zur Verwunderung der betroffenen Anlieger jedoch angeführt, dass die Gemeinde rechtlich zu keinerlei Maßnahmen verpflichtet sei. Die Anlieger seien selbst für den Schutz ihres Eigentums verantwortlich. Durch eine Verwallung ihrer Grundstücke sollte geeigneter Hochwasserschutz hergestellt werden. Dies ist jedoch gar nicht ohne weiteres realisierbar, da den Grundstückseigentümern mit dem Bau der Häuser auferlegt wurde, einen Grünstreifen (Bepflanzung mit unterschiedlichen Gehölzen) zum Feld hin anzulegen, was auf allen Grundstücken auch realisiert wurde.

Das jetzt Geldmittel aus dem Haushalt für die Anschaffung von Tauchpumpen zur Verfügung gestellt wurden, die dann bei der Feuerwehr ausgeliehen werden können, bringt die Anwohner in Rage. Nicht der vorbeugende Schutz hat Vorrang, es muss erst ein Schadenfall eintreten, dann unterstützt die Gemeinde die Bürger bei der Schadenbeseitigung. Was für eine sinnvolle und vorausschauende Politik!

Die Anwohner haben nun den Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg um Unterstützung gebeten. In einem Gespräch mit ihm sollen die Zustände auf den Grundstücken der betroffenen Anlieger und der angrenzenden Ackerfläche in Augenschein genommen und über mögliche Maßnahmen zur Abwehr des abfließenden Oberflächenwassers erörtert werden. Treffpunkt am 22.5. 18:00 Uhr auf dem Grundstück Feder, Im Kleigarten 18.

Pressemeldung: Uwe Feder CDU-Ratsherr

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