Hoffnung (Nadeshda) für eine Lebenswerte Zukunft – Benefizkonzert erbrachte 337,80 €.

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Um Heimatliebe und Sehnsucht ging es bei den Liedern aus der „alten Heimat“ vom Chor Nadeshda aus Weddel, am letzten Freitag in der Emmauskirche in der Braunschweiger Weststadt.

Aus verschiedenen Ländern der ehemaligen Sowjetunion kamen 1998 die ersten Deutschen Spätaussiedler nach Weddel und wurden hier von Ingrid Neuhaus betreut. 2005 entstand hieraus die Gesangsgruppe „Nadeshda“ unter der Leitung von Alexander Wolschewski.

„Nadeshda“ bedeutet Hoffnung. Um Hoffnung ging es an diesem Abend im doppelten Sinn. Zum einen geht es natürlich um die Hoffnung der Spätaussiedler, dass sie in der „neuen Heimat“ Fuß fassen und gesund und glücklich leben können. Zum anderen aber ging es bei diesem Benefizkonzert und die Kinder von Tschernobyl und Fukushima. Der weißrussische Fotograf Anatol Kljastchuck, (auch in unserer Region bekannt durch Fotoausstellungen zum Thema „Tschernobyl-Kinder“) nennt die Kinder von Tschernobyl und Fukushima: „Erben der Atomkatastrophen“. Es geht aber leider um eine „Negativ-Erbschaft“ die man juristisch weder anfechten noch ablehnen kann. Die Kinder von Fukushima haben noch nicht einmal einen Status, dass sie (wie die Kinder von Tschernobyl) Erholung im Ausland annehmen könnten. In Fukushima dürfen die Kinder nur 30 Minuten am Tag im Freien spielen. Umso mehr freuen sie sich, wenn sie durch entsprechende Organisationen einmal im Jahr im Norden Japans Urlaub machen können, und dann den ganzen Tag im Freien und barfuß im Gras laufen können. Die Kinder von Tschernobyl führen uns die Langzeitwirkung der Radioaktivität vor Augen. Da nach 30 Jahren das Cäsium 137 erst zur Hälfte verschwunden ist, besteht nach wie vor die Gefahr durch selbst angebaute Lebensmittel, was in den ländlichen Regionen von Belarus und der Ukraine fast die gesamte Lebensmittelgrundlage bedeutet.

Das Benefizkonzert erbrachte 337,80 €. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an den Verein “Gemeinsam in die Zukunft” e.V. (Verein in Pirna unterstützt Kindergärten und Behinderteneinrichtungen im Bereich der Tschernobyl-Sperrzone im Süden von Belarus) und der deutsch-japanischen Gesellschaft Dortmund (die Organisation unterstützt die Ferienaufenthalte von Fukushima-Kinder im Norden Japans).

Das Benefizkonzert war der letzte Programmpunkt im Teil 1 der „Europäischen Aktionswochen Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in der Region Braunschweig. Der zweite Teil findet am 25. und 26. April statt. Informationen über diese Veranstaltungen im Internet: https://zukunftdanach.wordpress.com/. Rückfragen zum Programm oder zu den Tschernobyl- und Fukushima-Kinder über Paul Koch (paul.koch47@gmx.de).

Zum Foto: Gesangsgruppe Nadeshda aus Weddel beim Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima in der Emmauskirche in Braunschweig/ Weststadt

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