Hordorfer Schlauchturm als Dorfwahrzeichen

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“Der Schlauchturm hat 80 Jahre gehalten, jetzt wurde er wieder fit gemacht.”

Hordorf 2015

Mit diesen Worten begrüßte der Ortsbrandmeister Horst Kirsch die Anwesenden, der kleinen Feierstunde, im Ortskern von Hordorf. Der Turm war in die Jahre gekommen und hatte wirklich schon schwere Mängel aufzuweisen, wie uns der Ortsbrandmeister in einer Lichtbildschau zeigte.

Parteiübergreifend wurde hier eine Aktion angepackt. So hat der CDU Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg und der Bundestagsabgeordnete Uwe Lagowsky  den Kontakt mit der Curt-Mast Jägermeister-Stiftung aufgenommen um eine Finanzierung der Restaurierung zu ermöglichen. Der damalige Ortsbürgermeister Detlef Kaatz (SPD) hat sich im Rat der Gemeinde für das Schlauchturmprojekt eingesetzt und heute steht das restaurierte Bauwerk, für 26.400 € saniert, in der Ortsmitte von Hordorf.

Neben dem Schlauchturm, aus dem Jahre 1937, steht das Feuerspritzenhaus von 1874. Hier ist inzwischen ein “Feuerwehr Museum” eingerichtet worden. Die Alters- und Ehrenabteilung der Hordorfer Feuerwehr hat es ich zur Aufgabe gemacht, diese Schatzkästen zu pflegen. Der Kreisbrandmeister Tobias Thurau konnte der Ortswehr noch einen alten Pumpenwagen aus Gardenstedt beschaffen, der von einem Traktor (Dauerleihgabe der Stiftung Dr. Scheller) gezogen wird. Der Kreisbrandmeister wird übrigens, bei Gelegenheit, von den alten Feuerwehrkameraden aus Hordorf, in die Technik des alten Pumpenwagens eingewiesen.

Prof. Dr. Christoph Helm war sichtlich von dem Projekt angetan. Hier wird dem Ortskern ein historisches Bauwerk als Treffpunkt für die dörfliche Kommunikation erhalten, da lohnt sich die Spende. Bei einem kleinen Imbiss im Schulungsraum wurden Gedanken unter Anwesenden ausgetauscht. Prof. Dr. Helm verabschiedete sich von der Runde mit den Worten:”So macht bauen in Deutschland spaß. Vor 15 Monaten kamen wird um das baufällige Projekt zu besichtigen und heute können wir die feierliche Restaurierung feiern” Wohl wahr, da kennen Deutsche andere Bauzeiten.

Der Schlauchturm in Hordorf ist somit eine Rarität im Landkreis Wolfenbüttel geworden, dies betonten alle Festredner und waren sich einig, dass es wichtig ist der Nachwelt auch solche “Zeitzeugen” zu überliefern. Sicherlich können die Bürger das kleine Feuerwehrmuseum, nach Absprache. besichtigen. Die Altersgruppe der FFW zeigt Ihnen sicherlich die Löschkunst des vergangen Jahrhunderts.

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Hordorfer Schlauchturm im neuen Glanz. Hier wurde alte Zimmermanns-kunst benötigt. Die Eigenarbeit der Kammeraden stieß an Grenzen.

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Ortsrandmeister Horst Kirsch begrüßte die Versammelten.

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Kreisbrandmeister Tobias Thurau freut sich dieses “alte Schätzchen” vom Landkreis Peine in seinen Wehrbezirk hier noch Hordorf geholt zu haben.

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Hier haben die Feuerwehrkammeraden das alte Pumpenhaus zum Museum  hergerichtet.

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u-s 13.02.15