Interkommunaler Protest gegen interkommunales Gewerbegebiet

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Pressemitteilung der Grünen / Fotos Ulli Schwarze

Mitglieder der vier grünen Kreisverbände Braunschweig, Helmstedt, Wolfenbüttel und Wolfsburg trafen sich zu einer Informationsveranstaltung mit Kundgebung in Scheppau im Landkreis Helmstedt, an der Grenze zum Landkreis Wolfenbüttel. Im Frühjahr war in den Stadträten bzw. Kreistagen der vier Städte bzw. Kreise gegen die Stimmen der GRÜNEN eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, die die Eignung des Gebiets für ein Großgewerbe- bzw. sogar Industriegebiet untersuchen soll. Das Treffen fand in Scheppau, in der Feldmark am Windmühlenberg statt, von wo aus man einen hervorragenden Blick über die gesamte Fläche hat, die von der Planung betroffen ist.

Die GRÜNEN hatten als Gäste Karl-Friedrich Weber von BUND Helmstedt und Reinhard Wagner vom Nabu eingeladen, ebenso wie die BI Gegenwind Scheppau, die sich sehr aktiv und mit großem persönlichen Engagement gegen das Gewerbegebiet einsetzt.

Unter strengen Coronaauflagen und unter den Augen der Polizei nutzten die GRÜNEN die Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren und auch zu vernetzen, was im persönlichen Kontakt sehr viel einfacher ist als digital. Neben Frank Bsirske, Bundestagskandidat der GRÜNEN für Wolfsburg und Helmstedt und Leo Pröttel, Landratskandidat der GRÜNEN für den Landkreis Wolfenbüttel, nahmen viele Kreistagsabgeordnete aus Helmstedt und Wolfenbüttel sowie Ratsmitglieder aus Cremlingen und Königslutter, deren Kommunen das Planungsrecht und die damit endgültige Entscheidung haben, an der Veranstaltung teil.

Eindrucksvoll erläuterte Karl-Friedrich Weber die besonderen Qualitäten des Gebietes für Natur und Umwelt aber auch Naherholung und Landwirtschaft. Von der leicht erhöhten Warte des Windmühlenbergs lenkte er den Blick auf die besonders geschützten und wertvollen FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) z. B. am Rieseberg und im Elm und stellte den Zusammenhang zwischen ihnen her. Das einzig störende Element in der Kulisse sei die Autobahn, die nun als Aufhänger für die Ausweisung eines Gewerbegebietes dienen solle. „Die Anstrengungen sollten eigentlich in die andere Richtung gehen, nämlich die Beeinträchtigungen durch die Autobahn auszugleichen“, so Weber in seiner Beurteilung. „Diese Einschätzung hat mir noch mal in besonderem Maße die Augen für die Bedeutung dieser wundervollen Landschaft für den Naturhaushalt geöffnet. Mein großer Dank geht an Karl-Friedrich Weber für seine Klarheit und seine Übersicht über die Zusammenhänge,“ so das Fazit von Leo Pröttel am Ende der Veranstaltung.

Motive der Veranstaltung:

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