Jens Golland (Der Pirat) informiert:

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PIRATEN Niedersachsen kritisieren Vereinsamung per geplanter Gassi-Verordnung
#Berlin, Hannover Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hat die Änderung einer
Verordnung dahingehend initiiert, dass Hunde nicht mehr über längere Zeit allein
gelassen werden dürfen. Ebenfalls soll es verpflichtend sein, einem Hund mindestens zwei
Stunden täglich Auslauf zu gewähren [1]. Die PIRATEN Niedersachsen sehen hier eine
Vielzahl von Problemen unbedacht.

“Damit wird dem Denunziantentum Tür und Tor geöffnet. Denn wer als Single berufstätig
ist und einen Hund hält, der während der Arbeit allein bleibt, ist erpressbar, wenn es den
bösen Nachbarn nicht gefällt. Bei älteren Menschen, die mit ihrem Hund alt geworden
sind, kann diese Regelung dazu führen, dass sie ihren Hund abgeben müssen, weil sie
selber gar nicht mehr in der Lage sind, zweimal täglich eine Stunde pro Tag unterwegs zu
sein. Das führt zu sozialer Vereinsamung und ist eine Stresssituation für das Tier. Da kann
Frau Klöckner noch so oft sagen, es ginge nur um die Zwingerhaltung, der
Verordnungstext differenziert da bislang nicht. Gut gedacht ist noch lange nicht gut
gemacht, Frau Klöckner,” kritisiert Thomas Ganskow, Thomas Ganskow [2], Vorsitzender
der PIRATEN Niedersachsen und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl.

“Es ist richtig und wichtig, industrieller Hundeproduktion und -haltung engere Schranken
als bislang aufzuzeigen. Die dazu enthaltenen Punkte sind nicht zu kritisieren, wobei der
Weg dorthin fragwürdig ist. Nichts desto trotz ist das dann doch bitte mit wirksamer
staatlicher Kontrolle bei den Züchtern und nicht bei den Haltern einzelner Tiere
umzusetzen. Wie realitätsfern diese wieder einmal alle Hunde und ihre Halter über einen
Kamm scherende Regelung wäre, zeigt sich schon daran, dass gar nicht alle Hunde diese
Bedürfnisse haben. [3] Für einen Dackel, der Hüftprobleme hat, ist es zudem eine Tortur,
länger, als für sein Geschäft, unterwegs zu sein. Gleiches gilt für ältere Tiere, die gar keinen
Bedarf nach großen Runden mehr haben. Das muss man dem Hund auch gar nicht
ansehen. Insofern dürfte die angedachte Beschränkung auf gesunde Tiere [4] ein
ständiges Nachweisproblem werden,” erklärt Jens Golland, Kandidat für den Bundestag
2021 der PIRATEN Niedersachsen mit dem Fachgebiet Landwirtschaft und Tierschutz.
“Dass Hunde mit kupierten Ohren oder Schwänzen von Ausstellungen verbannt werden
sollen, ist sehr zu begrüßen.
Man sollte aber die Veterinäramter stärken, um besser gegen Verstöße gegen den
Tierschutz vorgehen zu können.
Gerade in der industriellen Tierhaltung gibt es noch sehr viel zu tun, Frau Ministerin.”

Die neuen Regeln sollen mittels einer Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung [5] in
geltendes Recht überführt werden.

“Bleibt also zu hoffen, dass Bundestag oder spätestens Bundesrat die Balance zwischen
Menschen- und Tierwohl wieder finden, die Frau Klöckner wohl nicht im Blick hat,” so
Ganskow weiter. “Schön wäre auch gewesen, wenn Frau Klöckner gesagt hätte, wo die
“neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse” nachzulesen sind, auf denen ihre Vorschläge
beruhen, damit sich jedermann ein Bild von deren Wertigkeit machen kann. Aber das wäre
für die Politik dieser Bundesregierung ohnehin zu viel an Transparenz.”

Quellen:
[1] https://www.pnp.de/nachrichten/politik/Gassi-Gesetz-geplant-Hunde-muessen-zwei-
Mal-taeglich-raus-3760410.html
[2] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow
[3] https://www.deine-tierwelt.de/magazin/wie-lange-kannst-du-hunde-alleine-zu-hauselassen/
[4] https://www.gmx.net/magazine/ratgeber/haustiere/neues-gesetz-hundehalter-regelnbedeuten-
hund-auslauf-35002782
[5] https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html

Piratenpartei Niedersachsen
Thomas Ganskow
Haltenhoffstr. 50
30167 Hannover