Kein Tempo 30 vor Sickter Grundschule:

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Pressemeldung

FDP kritisiert Einschätzung der Landesregierung

Sickte. Vor der Grundschule darf man auf der Bahnhofstraße weiter schnell fahren: die Landesregierung hat den Bemühungen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Grundschule – die auch die FDP Sickte unterstützt – eine Absage erteilt. Deren Einschätzung der Lage kritisiert Max Weitemeier als Sickter FDP-Kreistagsmitglied.

In der Antwort des Niedersächsischen Verkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage des Wolfenbütteler FDP-Landtagsabgeordneten Björn Försterling heißt es, es lägen keine Umstände vor, die eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf der Landesstraße 631 rechtfertigten. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sei mehrfach vor Ort gewesen und habe keine Verkehrsgefährdung festgestellt. Die Argumentation der FDP-Politiker Försterling und Weitemeier, die Anliegerstraße, an der die Schule angrenzt, sei kaum mehr als eine verlängerte Einfahrt, teilt das Ministerium nicht.

Weitemeier ist enttäuscht. „Eltern, Schule und der Gemeinderat Sickte fordern nicht grundlos seit längerem Tempo 30. Autofahrern und insbesondere Eltern ist die Situation in den Morgen- und Mittagsstunden bekannt: Pulkbildung an der Bushaltestelle und der Querungshilfe sowie ein reger Fußverkehr im direkten Schulumfeld. Mir ist es ein Rätsel, warum die Behörde und die Landesregierung keine kritischen Begleiterscheinungen vor der Grundschule erkennen will.“

Die Entscheidung zeige, dass die Landesregierung argumentativ alle Möglichkeiten nutze, um eine Einrichtung von Tempo 30 zu verhindern, so Weitemeier. Weitemeier, der auch Mitglied im Gemeinderat ist, befürchtet daher: „Die Entscheidung führt dazu, dass wieder einmal wohl erst etwas passieren muss, bevor sich etwas ändert.“

Die FDP in Sickte und auch die Kreistagsfraktion und Björn Försterling als Landtagsabgeordneter stehen weiter auf Seiten der Eltern und Schüler, versichert Weitemeier. „Wir können aber leider nicht mehr tun, als Eltern und Lehrer zu bitten, alle kritischen Situationen und Beinahe-Unfälle konsequent der Polizei oder dem Verkehrsamt zu melden.“

Foto (privat/FDP): vlnr. Björn Försterling, Bettina Otte-Kotulla, Max Weitemeier (alle FDP)