Kinderchor der Christuskirche Weddel begeisterte mit Geisterstunde

0
279

Pressebericht Grusical in Weddel

Kinderchor der Christuskirche Weddel begeisterte mit Geisterstunde

Am Ende waren alle riesig begeistert. Kein Wunder, bei so vielen kleinen und großen Geistern des Kinderchores der Christuskirche in Weddel, die zu einer „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ eingeladen hatten. Dabei klang der Chor so gar nicht gespenstisch verhaucht, sondern sang mit einer solchen Vitalität, die von eher prallem Leben und großer Gesangs- und Bühnenfreude zeugte. Sicher und mit ihren Rollen vertraut gaben sich auf Einladung des Schlossherrn Karl von Radau (die ganze Zeit alles im Griff: Matilde Scheminski) berühmte Geister ein Stelldichein. Allen voran Graf Dracula (mit urkomischem Talent Marco Rechter), Rübezahl (überzeugend gespielt von Jule Keller), ein tausendjähriger Flaschengeist (trotz hohen Alters sehr präsent durch Nele Smoczyk) sowie die Kleine Hexe (Priya Lindlau mit nicht nur magischen, sondern auch solistischen Gesangs- Fähigkeiten.) Die Party rund um die Krachmaschine wurde nur gestört durch Fritz Rabbatz von Ach und Krach, wirkungsvoll in seiner Gefährlichkeit dargestellt und gesungen von Mika Keller. Fröhlich präsentierten sich dagegen die Gespenster der verschiedenen Generationen. Die ältesten Gespenster (Marit Jäger und Lia Töpke) überraschten noch mit einem frischen Gesangssolo zum Schluss. Und die älteren Gespenster (Melina Felsing, Kea Kühnel, Levi Lerche, Sophia Luchs) bildeten eine sangesbegeisterte Fraktion und wussten genau, was sie taten. Luisa Arndt, Mara Bruns und Jara Schweer schwebten als jüngere Gespenster stilvoll über die Bühne. Und selbst der Gespensternachwuchs aus dem Kindergarten wusste schon genau, wo er auf der Bühne hin musste, nämlich bis hoch auf die Orgeltreppe.

Die Aufführung machte mehr als deutlich, wieviel gute Vorbereitungsarbeit von Petra Diepenthal-Fuder und den Kindern geleistet worden war. Auch im Hintergrund, bei der Bühneneinrichtung und der Beleuchtungstechnik gab es viele helfende Hände aus der Elternschaft, selbst die fürs Spiel so wichtige Krachmaschine war in Eigenregie entstanden. Nicht zu vergessen das einfühlsame Spiel der Geisterband (Pia-Cécile Kühne, Klavier und Andreas Timmermann, E-Bass).

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings auch: Quasi als Vorgruppe zum Musical verabschiedete sich der aktuelle Jugendchor der Kirchengemeinde mit einem zu Herzen gehenden James-Bond-Song. Einige der Jugendlichen hatten selbst einmal als kleiner Nachwuchs des Kinderchores mit den damaligen Großen auf der Bühne gestanden. Nun brachten die Lebensläufte die Auflösung der aktuellen Chorgruppe mit sich. Petra Diepenthal-Fuder bedankte sich beim Jugendchor für die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse und für die Unterstützung bei diesem „Grusical“. Und bei so viel Begeisterung im Kirchraum und nicht zuletzt bei so viel ersichtlichen Nachwuchs im Chor darf man sich sicher heute schon auf das nächste Musical in zwei Jahren freuen. Hoffentlich dann mit dem erfahrenen Bühnenpersonal von heute und wieder neuem Nachwuchs, der dann seine ersten Erfahrungen macht.

Danke an die “Scheidenden aus dem Jugendchor” – letzter Auftritt!

Titelfoto: Alle Schauspieler auf dem Abschlußfoto

Fotos: Jürgen Mandelsdorf