Kirchen sollen offenbleiben

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Pressemeldung: Landeskirche Braunschweig 26.10.20

Niedersächsische Bischöfe wollen in der Corona-Pandemie „Trosträume“ erhalten

Braunschweig/Hannover. Die niedersächsischen Kirchen haben angekündigt, ihre Kirchengebäude wegen der Corona-Pandemie nicht mehr zu schließen, sondern in Zukunft als „Trosträume für alle“ zur Besinnung und zum Gebet offenzuhalten. „Wir sind beeindruckt und dankbar, mit welcher Sorgfalt die Verantwortlichen in unseren Gemeinden die notwendigen Regelungen zum Schutz aller umsetzen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der acht römisch-katholischen und evangelischen Bischöfe in Niedersachsen, die am Montag, 26. Oktober, von Landesbischof Ralf Meister (Hannover) und Bischof Dr. Heiner Wilmer (Hildesheim) vorgestellt wurde.

Angesichts von coronabedingten Kirchenschließungen im Frühjahr hatte es teilweise Kritik an dem Vorgehen der Kirchen gegeben. „Wir wollen Gemeinschaft erfahrbar machen, Messen und Gottesdienste feiern“, heißt es nun, insbesondere mit Blick auf Advent und Weihnachten.

Außerdem bitten die Kirchen darum, trotz der geltenden Hygieneregeln die Kontaktmöglichkeiten in Pflegeheimen und Krankenhäusern für Angehörige, nahestehende Personen und Seelsorgende zu erhalten. Sie zollen den Pflegerinnen und Pflegern Respekt und loben die Hilfsbereitschaft von Menschen an vielen Orten: „Ohne die Mitsorge für den Nächsten können wir die Pandemie nicht bewältigen.“

Darüber hinaus müsse dafür gesorgt werden, dass Kinder und Jugendliche den Sozialkontakt zu Gleichaltrigen halten können: „Sie brauchen Möglichkeiten, sich eigenständig zu treffen und sich ehrenamtlich zu engagieren.“