Kirchenfinanzen stabil trotz Krise

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Pressemitteilung 18.11.20

Landeskirche Braunschweig stellt sich aber auf sinkende Kirchensteuern ein

Wolfenbüttel. Die Landeskirche Braunschweig kommt in finanzieller Hinsicht voraussichtlich „erstaunlich gut“ durch die Corona-Krise. Darauf hat Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer (Wolfenbüttel) vor der braunschweigischen Landessynode hingewiesen. Der Kirchensteuerrückgang sorge zwar dafür, dass die Einnahmen im laufenden Jahr geringer seien als im Jahr zuvor, die Planzahlen des Haushalts für 2020 würden aber vielleicht erreicht, sagte der Finanzreferent bei der Einbringung des neuen Haushaltsplans für die Jahre 2021 und 2022. Es fehlten aber noch die Zahlen aus den Monaten November und Dezember. Deswegen sei noch nicht klar, ob ein Griff in die Rücklagen notwendig sei. Mayer zeigte sich indessen optimistisch: „Ich hoffe sehr, dass wir ohne Griff in die Rücklage davonkommen.“

Deswegen brauche die Landeskirche keine strukturellen Kürzungen vorzunehmen und könne trotz rückläufiger Kirchensteuermittel sogar neue Projekte anfassen: zum Beispiel beim Gebäudemanagement, der Gemeinwesendiakonie, der Digitalisierung und medialen Kommunikation sowie mit der Neuauflage eines Energiesparprogramms. Auch das Einstellungsprogramm für Pfarrerinnen und Pfarrer werde fortgeführt. Den Studierenden rief Mayer zu: „Ihr seid weiter willkommen und ihr werdet weiter gebraucht.“

Nach seiner Darstellung geht der neue Doppelhaushalt von rückläufigen Steuereinnahmen in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro aus. Der Gesamt-Etat sieht für das Jahr 2021 ein Volumen von 109 Millionen Euro und für 2022 ein Volumen von 110 Millionen Euro vor. Gleichzeitig stimmte Mayer die Synodalen auf sinkende Steuereinnahmen in den nächsten Jahren ein. Die Phase stetig wachsender Kirchensteuereinnahmen sei vorbei. „Wir werden weniger Geld zur Verfügung haben, zunächst nur in den nächsten beiden Haushaltsjahren, aber wir wissen, auch darüber hinaus.“