„Klimawandel macht auch der Vogelwelt zu schaffen!“

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Vogelstimmenwanderung am Destedter Elmrand

Destedt. Auch die 21. Vogelstimmenwanderung der Grünen war wieder so begehrt, dass nicht alle teilnehmen konnten. In diesem Jahr führte Rudolf Jackmann vom NABU aus Braunschweig die Gruppe in das Hören von Vogelstimmen ein. Er vermittelte nicht nur den Gesang der heimischen Vogelwelt, sondern erzählte auch Wissenswertes über ihren Lebensraum. „Leider ist die Vielfalt unserer Vogelwelt durch intensive Landwirtschaft, zunehmende Flächenversiegelung, Umweltverschmutzung und Jagd auf Vögel in südeuropäischen Ländern sehr bedroht“, machte er deutlich. „Der Klimawandel ist aber eine der Hauptbedrohungen für die weitere Existenz unserer Vogelwelt!“ Aus der Roten Liste geht hervor, dass der Klimawandel für manche Arten das Aussterberisiko erheblich erhöht. Für inzwischen 30% der Vögel zeigt die Trendkurve nach unten, besonders bei Singvögeln.

Auch in diesem Jahr konnten nur 23 verschiedene Vogelarten gesehen bzw. gehört werden. „Die Zahl bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, so der Organisator der Wanderung, Diethelm Krause-Hotopp.

Leicht zu erhören waren für Neueinsteiger der Zilpzalp, die Feldlerche, die Goldammer, der Buchfink und die Amsel. Fortgeschrittene übten u.a. an den Grasmückenarten: Dorn-, Mönchs- und Gartengrasmücke.

Aber wir können der Vogelwelt auch helfen! Durch bewusst unaufgeräumte Ecken, Laubholz und Hecken können Gartenbesitzer Lebensräume für Vögel verbessern. Außerdem sollten sie auf chemische Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel verzichten. Für Michael Marsel, von den Destedter Grünen, steht fest: „Diese Veranstaltung sollten wir im nächsten Jahr wiederholen!“

Foto (Diethelm Krause-Hotopp): Rudolf Jackmann (2. v.r.) führte in diesem Jahr in das Hören von Vogelstimmen ein.