Kreiser: NS-Propaganda auf unseren Straßen ein Ende setzen – Nazi-Kennzeichen verbieten

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Pressemitteilung

Trotz der allgegenwärtigen Corona-Pandemie bleibt auch die Bekämpfung des Rechtsextremismus weiterhin eines der drängendsten Probleme dieser Zeit. Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU haben deshalb in einem Entschließungsantrag die Ausweitung des Verbots sogenannter „Nazi-Kennzeichen“ gefordert: „Immer wieder begegnen uns im Straßenverkehr Kennzeichen, die einen Bezug zum Nationalsozialismus aufweisen“, erklärt die Innenpolitikerin der SPD-Landtagsfraktion, Dunja Kreiser. „Bislang sind bundesweit die Buchstabenkombinationen KZ, HJ, NS, SA und SS wegen ihres eindeutigen Bezuges zum Nationalsozialismus verboten. Um den Spielraum von rechtsradikalen Akronymen und NS-Propaganda auf Kennzeichen möglichst gering zu halten, plädieren wir für eine Verschärfung dessen, was an Buchstaben- und Zahlenkombinationen erlaubt ist. Auf unseren Straßen ist kein Platz für NS-Propaganda!“
Kreiser weiter: „Buchstaben- und Zahlenfolgen wie zum Beispiel ‚HH 88‘, ‚AH 18‘ oder ‚HH 1933‘ sind kein Zufall, sondern gezielte Provokation und eine Art Glorifikation des NS-Regimes.“
Der heute im Landtag abschließend beratende Antrag der Regierungsfraktionen darauf ab, zukünftig über die bereits verbotenen Buchstabenkombinationen hinaus keine Kennzeichen mehr auszuhändigen, die einen eindeutigen Bezug zum Nationalsozialismus aufweisen. Hier sind der Verfassungsschutz und der polizeiliche Staatsschutz gefordert, eine Liste mit möglichen Kombinationen zu erstellen und entsprechend den Kfz-Zulassungsstellen an die Hand zu geben. „Im Rahmen von Halter- und Fahrzeugwechseln soll die Möglichkeit geschaffen werden, bestehende Kennzeichen mit NS-Symbolen aus dem Verkehr zu ziehen“, erklärt die SPD-Innenpolitikerin.