Landwirte aus dem Kreis Kämpfen für mehr Respekt

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Landwirte aus dem Kreis Kämpfen für mehr Respekt – Dialog mit den Verbrauchern gesucht

WF/HE/SZ. Am frühen Dienstagmorgen trafen sich rund 40 Landwirte aus dem Kreis Wolfenbüttel auf dem alten ALDI Parkplatz in Semmenstedt zur gemeinsamen Abfahrt Richtung Hannover Hauptbahnhof. Über die B82 ging es dann durch die Dörfer Richtung Hornburg und Schladen und dann weiter über Posthof und Hohenrode nach SZ-Gitter zum Sammelpunkt. Im genehmigten und von der Polizei hervorragend gesicherten Konvoi ging es von Gitter aus über die abgesperrte B6 über Baddeckenstedt durch Hildesheim und weiter nach Hannover um das Ziel, den Vorplatz des Hauptbahnhof Hannover, zu erreichen. Auf dem Weg schlossen sich noch zahlreiche Trecker dem Konvoi an – rund 200 standen auf dem Platz vor dem Hbf Hannover und veranstalteten um 3 vor 12 ein Hupkonzert um auf sich aufmerksam zu machen. 3 vor 12, Bauern in Not – so auch das Motto dieser Demonstration. Vor Ort suchten die Beteiligten nach einer kurzen Ansprache und dem symbolischen Annageln ihrer Forderungsthesen an eine echte Stalltür auch sofort den Kontakt zu den Passanten. Der Dialog mit den Passanten wurde gesucht, neben Flyern und Infomaterial wurden Kartoffeln, Zwiebeln und Kuchen verteilt. In zahlreichen Gesprächen vermittelten die Landwirte den Passanten ihre Sorgen und Ängste bezüglich der von der Bundesregierung geplanten Agrarreform, die so sie denn umgesetzt würde, für zahlreiche Betriebe das Aus bedeuten könnte. Die Landwirte machten klar, dass es mit der Reform auch zunehmend schwieriger für den Verbraucher werde regionale Erzeugnisse vom Bauern des Vertrauens zu erwerben, da gerade diese Betriebe betroffen wären, außerdem fordern sie einen Dialog mit Ministern und Entscheidungsträgern, der bislang nicht zustande gekommen war. Auch die negative Stimmungsmache in vielen Medien gegen die Bauern und die Darstellung der Bauern als Sündenbock für viele Umweltprobleme war ein stark diskutiertes Thema. Die Resonanz auf die Kundgebung war trotz der Behinderungen durch die Treckerkonvois durchweg positiv und so wurde der Platz gegen 13:30 Uhr wieder geordnet und von der Polizei hervorragend begleitet geräumt – Die Stalltür wurde als Mahnmal zurückgelassen. Die Kolonne wurde freundlicherweise noch von der Polizei aus der Innenstadt Hannovers über Hildesheim bis nach Baddeckenstedt begleitet. Für die von Anfang an gute Zusammenarbeit mit den Behörden und den Einsatzkräften richteten die Organisatoren ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

Um 5:30 Uhr trafen sich die Landwirte in Semmenstedt zur gemeinsamen Fahrt nach Hannover

Stalltür mit symbolisch angenagelten Forderungen

Quelle: Sarah Grabenhorst-Quidde