Manuel Kaatz informiert über seine Mandatsabsage

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Lieber Manuel Kaatz,

gerne veröffenliche ich Deine persönliche Entscheidung,

danke für die Begründung!

Ulli Schwarze

Manuel Kaatz

Cremlingen-online – Onlinezeitung für die Region: Leider war es mir nicht möglich in dem Formular der Gemeinde eine Begründung anzugeben. Umso bedauerlicher finde ich es, wie hier meine Entscheidung komplett ohne journalistische Recherche (ich hätte auf eine einfache Frage gerne geantwortet!) hingestellt wird. Als wäre sie wahllos gewesen und ich gar nicht die Absicht gehabt hätte wirklich in den Gemeinderat zu wollen.
Sibylle Behrens Evelyn-Kathrin Göhler Niko Stautmeister Melli Hintz Arnold Brandes Jan Metzner Ginger Lemon:
Ich werde Ulli Schwarze bitten seinen Artikel um den Grund für meine “Nicht-Annahme” zu erweitern. Dann kann sich jeder wirklich seine Meinung bilden.
Im Nachhinein bedauere ich meine Kandidatur für den Gemeinderat (im Ortsrat werde ich mein Engagement beibehalten) nicht kurz vor der Wahl zurückgezogen zu haben. Es tut mir sehr leid für die Menschen, die ihre Hoffnungen in mich gesetzt haben, dass ich sie leider nicht erfüllen kann. Keineswegs habe ich das aber böswillig getan, noch ist mir die Entscheidung leicht gefallen.
Und auch ich war schon Wahlhelfer und habe bis spät in die Nacht Stimmen ausgezählt. Da ich nur ein sehr kleiner Teil dieser Wahl war und einen Großteil der Wahlhelfer, die “meine Stimmen” ausgezählt haben, persönlich kenne (im Online-Wahltool kann man sehen aus welcher Ortschaft welche Person/Partei wie viele Stimmen bekommen hat) werden mir diese hoffentlich nicht lange böse sein.
Ich möchte meinen Hauptgrund für die plötzliche/ spätere Ablehnung hier aber schon einmal ausführen:
Die Entscheidung sich auch für den Gemeinderat aufstellen zu lassen ist in der Zeit der Geburt meines Sohnes gefallen. Und in dem Zeitraum habe ich jede Woche mehr gemerkt, wie sehr man sein Kind lieben und es einen brauchen kann. Mit diesem Wissen habe ich mich dann schon auf einen der letzten Listenplätze setzen lassen… und es hat doch mit einem Direktmandat geklappt.
Über dieses habe ich mich im ersten Augenblick riesig gefreut. Die auf die Wahl folgenden Wochen waren allerdings umso schwieriger. Ich habe mir jeden Abend den Kopf zermatert, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich zusätzlich zu meinem Engagement in der Jugendfeuerwehr/Feuerwehr und im Ortsrat nicht auch die, wenn man es richtig macht doch zeitlich recht aufwändige, Arbeit im Gemeinderat auf mich nehmen kann ohne meine familiären Pflichten zu vernachlässigen und möglicherweise meinen neugeborenen Sohn zu enttäuschen.
Die Fehleinschätzung vor Monaten wie viel Zeit ich neben Familie und anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Arbeit im Gemeinderat übrig haben werde ist mein Verschulden. Deswegen entschuldige ich mich bei allen, die mich gewählt haben, und hoffe dass mir vergeben wird