„Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

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Auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon:

„Mehr für Schmetterlinge tun! Lasst Brennnesseln stehen!“

Destedt. Die Cremlinger Grünen hatten zu einer Schmetterlingsexkursion mit dem Biologen
Tobias Münchenberg, der auch Bürgermitglied im Cremlinger Umweltausschuss ist, nach
Destedt eingeladen. Vom Parkplatz an der Destedter Elmstraße ging es ins Tal bis zur
ehemaligen Trafostation. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen nicht nur heimische
Schmetterlinge, sondern bekamen auch noch zahlreiche Informationen über das Leben dieser
wunderschönen Insekten.

Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen, Kohlweißling, Admiral, C-Falter,
braunkolbiger Dickkopffalter, Diestelfalter, Ochsenauge, Kleiner Eisvogel und sogar der
seltene Große Schillerfalter konnten beobachtet werden.

Wie für viele Insekten haben sich auch Schmetterlinge die Lebensräume in den letzten Jahren
verschlechtert. Hauptgrund hierfür ist meist die intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die
regelmäßig abgemähten Wegränder von Feldwegen stehen hier besonders im Fokus, sind sie
doch meist die einzig verbliebenen Orte in der Landschaft, wo Falter noch Blüten zur
Nahrungsaufnahme finden und sich ihre Larven entwickeln können.

Was kann der Einzelne zur Verbesserung tun? Ein schmetterlingsfreundlicher Garten ist ein
vielfältiger, bunter Garten. Die verschiedenen Lebensstadien einer Schmetterlingsart sind oft
auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen. Ein Wildblumenbeet wäre ein guter
Anfang, auch in Kübeln oder Blumentöpfen ist das möglich. Heimische Stauden werden auch
gern angenommen. Beliebt sind auch die Küchenkräuter wie z.B. Oregano. Die nektarreichen
Blüten duften wunderbar und sind gute Futterspender für Schmetterlinge. An Möhren, Dill
oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Je vielfältiger die
Pflanzenwelt, desto mehr Schmetterlinge finden Nahrung.

„Lasst Brennnesseln im Garten stehen“, fordert Tobias Münchenberg, denn die Raupen von
Tagpfauenauge, Landkärtchen, Kleinem Fuchs, C-Falter und Admiral leben daran. An Wilden
Möhren, Dill oder Petersilie entwickeln sich die Raupen des Schwalbenschwanzes. Am
weitaus wichtigsten für die Erhaltung unserer Schmetterlinge sind magere, extensiv
bewirtschaftete Wiesen! Auch wer seinen Rasen nur in Teilen mäht, tut Schmetterlingen
Gutes!

Fotos (Diethelm Krause-Hotopp): Im Rahmen der Schmetterlingsexkursion zeigt Tobias
Münchenberg (Bildmitte) den Teilnehmern den Kleinen Eisvogel.

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Cremlingen
Dr. Diethelm Krause-Hotopp Im Schmiedebusch 23 38162 Destedt Tel. 05306 3693
E-Mail: d.krause-hotopp@t-online.de