Ministerpräsident Stephan Weil zu den Ergebnissen der Planungsrunde für die Jahre 2021 bis 2025

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Niedersächsiche Staatskanzlein 13.11.20

Ministerpräsident Weil erklärte im Anschluss an die (heutige) Sitzung des Aufsichtsrates der Volkswagen AG zur Investitionsplanung:

„In einem schwierigen Umfeld investiert Volkswagen bis zum Jahr 2025 erneut über 16 Milliarden Euro in die sechs niedersächsischen Standorte in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Osnabrück und Emden. Damit sichert VW in Niedersachsen rund 130.000 Arbeitsplätze direkt und viele Tausend weitere Arbeitsplätze bei den niedersächsischen Zulieferern. Die geplanten Investitionen zeigen, dass Volkswagen konsequent daran arbeitet, die hiesigen Standorte weiter zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen. Die künftige Produktion mehrerer hochwertiger Modelle anderer Marken am Standort Hannover ist ein besonders wichtiges Beispiel für das klare Bekenntnis des Volkswagen Konzerns zu seinen niedersächsischen Wurzeln. Damit wird der Standort Hannover-Stöcken entscheidend gestärkt und tausende Arbeitsplätze langfristig gesichert.

Neben dem Strukturwandel, dem sich die Automobilindustrie derzeit ausgesetzt sehe, ging der Ministerpräsident auch auf die Folgen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund der Corona-Pandemie ein. Diese seien in den Planungen berücksichtigt. Umso erfreulicher sei es, dass bei den geplanten Investitionen erneut ein Schwerpunkt auf die Zukunftsthemen Elektrifizierung und Digitalisierung gelegt werden konnte. Auch auf Investitionen für neue Technologien, alternative Antriebe und Mobilitätslösungen wies er ausdrücklich hin.

Im Hinblick auf die geplante Verschärfung der CO2-Ziele durch die EU führte Ministerpräsident Weil aus: „Der VW-Konzern zeigt, dass er bereit und in der Lage ist, die ohnehin schon rasch fortschreitende Transformation noch einmal zu beschleunigen. Als erster Automobilkonzern hat VW sich dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet und will bis 2050 klimaneutral werden. Neben der Automobilindustrie muss aber auch die Politik weiterhin ihren Teil dazu beitragen, dass die Transformation gelingt und der Automobilstandort Deutschland erhalten bleibt. Von der EU, aber auch von dem Bund erwarte ich einen konkreten Fahrplan, wie die erneut verschärften Klimaziele von unserer Industrie erreicht werden können.“

Die Verschärfung der Klimaziele werde, so Weil, unweigerlich zu einem höheren Anteil von Elektrofahrzeugen führen. Das schönste Elektrofahrzeug tauge aber in der Klimabilanz nichts, wenn es mit Kohlestrom geladen werde. Daher bedürfe es europaweiter Vorgaben für einen entsprechenden Ausbau erneuerbarer Energien, damit der zusätzliche Strombedarf nicht aus fossilen Kraftwerken gedeckt werde.

Ministerpräsident Weil forderte zusätzliche Anstrengungen beim Aufbau einer europaweiten Ladeinfrastruktur. In diesem Zusammenhang wies er insbesondere darauf hin, dass dringend einheitliche Standards für das Bezahlen an öffentlichen Ladesäulen benötigt würden.