MIT lädt alle Sportbegeisterten ein

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Eine illustre Gesprächsrunde, die Adrian Mohr, Fraktionsgeschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion um 19 Uhr Sportpark Meesche in Wolfenbüttel um sich versammelte: Nicole Kumpis, Präsidentin von Eintracht Braunschweig, Tilman Kuban, Mitglied des Kuratoriums der DFB-Stiftung Egidius Braun, Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg und Michael Nietz, Fußball-Koordinator beim MTV Wolfenbüttel.

Nach den Begrüßungsworten von Holger Bormann (Mittelstands- und Wirtschaftsunions-Landesvorsitzender) und Frank Oesterhelweg (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags) drehte sich das Gespräch um das Thema: Wie kann der Profisport vom Amateursport lernen und umgekehrt?

Nicole Kumpis erwähnte zunächst die Tabellensituation von Eintracht Braunschweig und versprach: „Wir arbeiten daran!“ Dass bei den Profis mehr Qualität und mehr Finanzen vorhanden sind, stehe außer Frage, aber die Fannähe käme oftmals zu kurz , nach dem Spiel mal kurz in die Kurve gehen und das war es. Da kann der Profisport von den Amateuren lernen.

Die Entfremdung von der Basis habe ja schon vor Corona begonnen, ergänzte Michael Meeske, nach dem Spiel gleich ab in den Bus, keine Selfies…

Dabei habe man 200 Vereine rings um Wolfsburg im Partnerprogramm. „Sei nahbar, sei erlebbar!“ Müsse für die Profis gelten, also kein Geheimtraining und nicht nur ab und an mal eine Autogrammstunde.

Auch dürfe man den Nachwuchs nicht verhätscheln, schon in der A-Jugend werde die Nase zu hoch getragen, da müsse keiner mehr die Schuhe selbst putzen. Am Ende sind es aber nur 10 Prozent, die im bezahlten Fußball landen, der große Rest fällt durch das Raster. Michael Nietz betonte, dass der Sport als Ausgleich zu Schule, Studium und Arbeit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe habe, der man trotz Corona und drohender Energiekrise nachkommen müsse.

Die Fußballvereine haben es ja sehr schnell geschafft, die Jugend zurüchzugewinnen, anders sieht es beispielsweise beim Schwimmen aus: Wir ziehen eine Generation von Nichtschwimmern heran, es ist erschreckend, dass dieses Jahr bereits ca. 200 Menschen in Deutschland ertrunken sind.

Nach einer Pause mit Gegrilltem, Kaltgetränken und Live-Musik beschäftigte sich die zweite Diskussionsrunde mit dem Fußball als Wirtschaftsfaktor. Ausdrücklich betont wurde die Wichtigkeit des Mittelstandes (die sogenannten Mikro-Sponsoren), die um so wichtiger sind , sobald ein Hauptsponsor ausfällt..

Mit anregenden Gesprächen klang der Abend aus.

Live-Musik zur Umrahmung des Programms