Nachhaltigkeit ist bedeutendes Thema für die Landwirtschaft

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Pressemeldung: Landvolk

Braunschweig. Flexibilität zeichnet die Landwirte aus – und so konnten die Mitglieder des Landvolkverbandes Braunschweiger Land sowie weitere Interessierte nur über den Bildschirm am 26. Braunschweiger Getreidetag teilnehmen. Aufgrund der Entwicklung der Pandemie hatten sich die Verantwortlichen kurzfristig entschieden, die Präsenzveranstaltung in Salzgitter-Bad durch eine Online-Konferenz zu ersetzen, ein Angebot, das guten Anklang fand.

Zahlreiche digitale Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die aktuelle Entwicklung der Landwirtschaft unter dem Aspekt des bevorstehenden Regierungswechsels zu informieren. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Landvolks Braunschweiger Land, Wilfried Henties, ging der neue Präsident des Niedersächsischen Landvolks, Dr. Holger Hennies, auf einzelne Punkte ein, die im neuen Koalitionsvertrag die Landwirtschaft betreffen und fand dafür nicht nur lobende Worte. Er mahnte mehrfach, dass es nicht zielführend sei, deutsche Probleme ins Ausland zu verlagern, gerade, was das Erreichen der Klimaschutzziele betreffe. „Allerdings sind wir in Niedersachsen diesbezüglich auf einem guten Weg und den Vorgaben zurzeit etwa zwei Jahre voraus“, merkte er an. Weiter gab er bekannt, dass die Region Peine/Braunschweig /Salzgitter als eine von drei Regionen in Niedersachsen für ein Pilotprojekt vorgesehen ist, bei dem Landwirte in puncto Naturschutz beraten werden.

Dr. Nataliya Stupak vom Thünen-Institut in Braunschweig legte das Hauptaugenmerk ihres Vortrags zur Nachhaltigkeit im Getreidebau unter dem Aspekt des Klimawandels auf die Wasserversorgung der Böden und den Wandel der Landwirtschaft zu einer Landschaftswirtschaft, um den sich stetig ändernden ökologischen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei seien nicht nur die Pflanzen- und Nahrungsmittelproduktion zu betrachten, sondern auch die Ansprüche der Gesellschaft und Öffentlichkeit. Insbesondere die Form der Beregnung unter dem Aspekt der Verfügbarkeit von Wasser war einer ihrer Vortragsschwerpunkte.

Und auch die Situation auf dem Getreidemarkt wurde beleuchtet – von der Pflanzenbaureferentin des Niedersächsischen Landvolks, Pia Caren Bömer. Sie berichtete von teils dramatischen Entwicklungen auf den Märkten für Getreide, Ölsaaten und auch Düngemitteln wie zum Beispiel dem Einbruch des Sommergerstenanbaus. Vorschläge hatte sie zur verordneten Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln ausgearbeitet.

Abschließend zog der Vorsitzende des Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr, ein positives Fazit zur Veranstaltung.