Novellierung des Brandschutzgesetzes – SPD-Abgeordnete treffen sich mit Vertretern der hiesigen Feuerwehr

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Vor Kurzem hatten die SPD-Landtagsabgeordneten Dunja Kreiser und Marcus Bosse ihren Landtagskollegen Rüdiger Kauroff zu Gast in Schladen, um sich vor Ort mit den Spitzen der hiesigen Feuerwehren zu einem Gespräch zu treffen. Kauroff ist Sprecher für Feuerwehren und Katastrophenschutz der niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion. Ziel des gemeinsamen Austausches war, die Wünsche, Anregungen und Forderungen der aktiven Feuerwehrkameraden und Feuerwehrkameradinnen mit in die parlamentarischen Beratungen im Landtag zu nehmen.

Das Niedersächsische Brandschutzgesetz wird von uns kontinuierlich weiterentwickelt und an den tatsächlichen Bedarf angepasst. In diesem Zuge wurde eigens eine Strukturkommission gebildet, deren Ergebnisse im Mai vorgestellt wurden. Unser Ziel ist es jetzt, die Ergebnisse dieser Strukturkommission mit den handelnden Akteuren vor Ort zu besprechen und das Feedback mit nach Hannover zu nehmen“, erklärt Kauroff.

Viele Themenfelder wurden angesprochen. Von einer grundsätzliche Stärkung des Ehrenamtes über die notwendige Digitalisierung bis hin zu einer Verbesserung der materiellen Ausstattung und der Nachwuchsförderung. Es wurde deutlich, dass der Bedarf an Modernisierung und Flexibilisierung groß ist. Ein besonderes Augenmerk gilt es auf die Kinder- und Jugendfeuerwehren zu richten, da der Nachwuchsbereich für einen großen Teil der Mitgliedergewinnung sorgt.

Kreisbrandmeister Tobias Thurau geht davon aus, dass die Zahl der Einsätze bedingt durch den Klimawandel künftig zunehmen werden: „Wir sehen bereits heute eine Zunahme von Wald- und Flächenbränden. Sollten die Trockenphasen in den nächsten Jahren weiterhin so gravierend sein, müssen wir uns als Feuerwehr ebenfalls entsprechend anpassen.“ Auch kritisierte Thurau einen Verfall in der gesellschaftlichen Wahrnehmung: „Anfeindungen gegenüber Rettungskräften und Feuerwehrleuten haben in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen. Diesen gesellschaftlichen Werteverfall dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir brauchen den Rückhalt aller, um unsere Aufgaben bestmöglich erledigen zu können.“

Rund 125.000 Frauen und Männer sind in Niedersachsen ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig und sichern mit ihrem Engagement den Brand- und Katastrophenschutz im Land. Die SPD hat den Anspruch, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden den aktuellen Herausforderungen auch weiterhin gerecht werden können.

Auf dem Bild zu sehen sind (von links):

1. Marcus Peters – Gemeindebrandmeister Cremlingen
2. Hans-Friedrich Thiemann – Gemeindebrandmeister Elm-Asse
3. Florian Graf – Abschnittsbrandmeister Brandabschnitt West
4. Tobias Thurau – Kreisbrandmeister
5. Marcus Bosse – MdL
6. Detlef Hoyer – Gemeindebrandmeister Sickte
7. Dunja Kreiser – MdL
8. Marco Dickhut – Stellv. Stadtbrandmeister
9. Rüdiger Kauroff – MdL
10. Daniel Zalesinski – Gemeindebrandmeister Schladen-Werla