Ortsbürgermeister Jens Drake zum Thema “Herzogsberge”

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Liebe Cremlingerinnen und Cremlinger,

unsere Herzogsberge sind nun Naturschutzgebiet.
Es wird derzeit das geplante Wegekonzept des DBU umgesetzt. Geplant wurde das Konzept zusammen mit dem Landkreis und in Absprache mit der Gemeinde Cremlingen. Hierzu gab es 2 öffentliche Sitzungen, in denen das Für und Wieder und vor allem das Warum erklärt wurde. Auch die nutzbaren Wege und die Wege, die gesperrt wurden, sind auf einem großen Plan vorgestellt worden.

Über Art und Weise, wie das Konzept umgesetzt wird (Erdhügel, viele Pfähle…) kann man sprechen. Auch ich finde die Anzahl der Pfähle zu viel und habe dies schon als Hinweis weiter gegeben.
Hier bin ich persönlich mit dem Landkreis und dem DBU in Kontakt.

In einem Gespräch mit dem DBU wurde vorgeschlagen, öffentliche Führungen mit Erklärungen anzubieten. Das habe ich positiv gesehen und um Umsetzung gebeten.
Zudem wurde mir zugesagt, mit mir eine Begehung zu unternehmen, in der wir über eine Alternative für den Erdhügel und die Anzahl der Pfähle vor Ort sprechen werden.

Über die Einrichtung des Naturschutzgebietes und den Leinenzwang für Hunde und die Wegenutzung kann man leider nicht mehr sprechen. Das Gebiet gehört der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und gehört zu den Naturerbeflächen.
Viele Leute mit denen ich spreche, denken immer noch, dass die Herzogsberge dem Landkreis oder gar der Gemeinde Cremlingen gehören. Dem ist nicht so.
Der DBU muss sich um die Flächen und deren Schutz kümmern, dass ist die Aufgabe dieser Institution.

Die Gesprächs- und Kompromissbereitschaft beim DBU ist aber auch da. Wir haben z.B. in langen Gesprächen das Möglichste für unser Osterfeuer heraus geholt, auch wenn es meiner Meinung nach noch besser hätte gehen können.
Schön wäre es gewesen, wenn die „Osterfeuerwiese“ aus dem Naturschutzgebiet gefallen wäre.
Die Herausnahme seitens des Landkreises war allerdings nicht mehr möglich, da die EU diese Fläche festgelegt hat.

Die Wege, die zur Nutzung gesperrt wurden sind an einer Hand abzählbar. Wir alle können uns auf den vorhandenen Wegen frei bewegen. Gesperrte Wege sind zum Teil auch vorher so gut wie gar nicht benutzt worden.

Die 3 größten Kritikpunkte sind: Leinenzwang, der gesperrte Hauptzugang und zu viel Pfähle.
Gegen den Leinenzwang ist im Naturschutzgebiet leider nichts zu machen.
Warum wurde der Hauptzugang gesperrt? Die alte Panzerkuhle mit dem Feuchtbiotop soll nicht mehr so leicht zugängig sein. Das wird mit der Sperrung umgesetzt. Hat also seinen Sinn.
Dafür wurde der Weg über die Wiese eingerichtet um eine Anbindung nach Norden zu schaffen. Über Art und Weise der Sperrung werden wir noch sprechen.
Die Pfähle werden sich noch reduzieren.

Persönlich finde ich es sehr schade, dass Personen, die die Möglichkeit der angebotenen Mitarbeit nicht nutzten oder auch sich im Vorfeld nicht bei den öffentlichen Terminen informiert haben, sich jetzt öffentlich in den sozialen Medien über die Arbeiten in den Herzogsbergen beschweren, ohne sich im Vorfeld über Sinn und Zweck bei den zuständigen Stellen zu erkundigen. Auch die Kritik an den Rangern oder der Verwaltung, die alle nur Ihre Arbeit machen finde ich sehr Schade. Wenn man höflich mit den Mitarbeitern umgeht bekommt man auch höflich Antworten zurück. Zudem werden immer wieder alte Leute und Kinderwagen angebracht. Wer den Schotterweg bis oben hin schafft, schafft auch den Weg über die Wiese. Auch ist gerade Winter und jeder Weg ist für alte Leute und Kinderwagen schwer zu begehen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, habt ein wenig Geduld, bis sich alles eingefahren hat. Ich denke im Sommer wird das alles schon ganz anders aussehen.
Wenn etwas auffällt, meldet das in höflicher Kritik an den Landkreis. Dort sitzen auch nur Menschen, die ihr Bestes geben und immer versuchen werden, Verbesserungsvorschläge um zu setzen.

Ihr und Euer Ortsbürgermeister Cremlingen

Jens Drake

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