Ortsrat beschließt mit großer Mehrheit Aufstellungsbeschluss für Hotel und Seniorenresidenz in Destedt

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Destedt. Zu seiner 13. Sitzung kam der Destedter Ortsrat unter der Leitung des stellv. Ortsbürgermeister Dr. Diethelm Krause-Hotopp zusammen. Im Mittelpunkt der Sitzung stand ein Aufstellungsbeschluss für den Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Das Thema wird in der Ortschaft sehr kontrovers diskutiert, so dass ca. 80 EinwohnerInnen mit großem Interesse der Beratung folgten. Im Namen der Bürgerinitiative „pro-Destedt“ übergab Iris Wiersdorff 248 Unterschriften (wahlberechtigt sind in Destedt ca. 1100 Menschen). Die Unterzeichneten forderten, dass die Ortsratsmitglieder der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens nicht zustimmen sollten.

Dies sah die große Mehrheit der Ortsratsmitglieder aber anders. Für sieben Ratsmitglieder brachte Dr. Diethelm Krause-Hotopp einen Änderungsantrag ein, der auch vom Ortsbürgermeister Matthias Böhnig unterstützt wird. Darin befürworteten die Ratsmitglieder die Aufstellung des Planes, um überhaupt erst in Beratungen eintreten zu können. Darüber hinaus formulierten sie aber ihre Wünsche an das weitere Verfahren: Verschiebung des Komplexes nach Nordosten, Erhalt der Fohlenweide, Höhenbegrenzung auf drei Geschosse und einem dem Ortsbild angepassten Baukörper. Sämtliche Planungs- und Erschließungskosten sind vom Investor zu tragen. Bei einer Gegenstimme wurden diese Änderungen angenommen. Dieser Beschlussvorschlag wird nun in den Ratsgremien der Gemeinde Cremlingen weiter diskutiert. Ende April wird der Gemeinderat voraussichtlich abschließend beraten und beschließen.

Diethelm Krause-Hotopp

ORTSRAT DESTEDT

Beschlussvorlage X/239 und X/241

  1. Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Residenz und Hotel am Gutspark Destedt“ gem. § 2 Abs. 1 BauGB mit Schaffung eines Hotels mit Schwimmbad, Seniorenresidenz, Einkaufmarkt und „Reiterstübchen“ wird grundsätzlich befürwortet.
  1. Eine Verschiebung des Komplexes nach Norden (in Teilen auch östlich)  zur freien Ackerfläche hin wird vorgeschlagen. Der Bereich der Fohlenweide ist weitestgehend freizuhalten. Das Gebiet des F-Planes und B-Planes ist dahingehend anzupassen.
  1. Die Höhenbegrenzung der Baukörper auf drei Geschosse soll vorgegeben werden. Die Größenordnung der Baukörper (Zimmerzahl und Größe der Wohneinheiten) ist mit dem Investor zu erörtern und im Verfahren zu überprüfen.
  1. Vor dem Hintergrund der vorhandenen Baukörper der Ober- und Unterburg ist eine städtebaulich verträglichere, dem Ortsbild angepasste Lösung zu entwickeln. Dabei sind insbesondere Alternativen zu der angedachten Riegelbebauung zu entwickeln.
  1. Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt als vorhabensbezogener Bebauungsplan auf der Grundlage eines mit der Gemeinde abzustimmenden Vorhabens- und Erschließungsplans (§12 Abs. 1-3 BauGB).
  1. Mit dem Vorhabensträger wird ein städtebaulicher Vertrag zur Übernahme der Planungskosten und ein Durchführungsvertrag geschlossen, in dem dieser sich zur Durchführung des Vorhabens innerhalb einer bestimmten Frist und zur Tragung der Erschließungskosten verpflichtet.

 Dieser Antrag wurde von sieben Ortsratsmitgliedern eingebracht und mit 7 Ja- und 1-Neinstimme verabschiedet. Ortsbürgermeister Matthias Böhnig unterstützt auch den Beschluss.

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