Ratsmehrheit puscht Baulandpreise erheblich nach oben!

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Pressemeldung: CDU Cremlingen 01.07.20

Unverständnis für die Ratsentscheidung in der CDU/FDP Gruppe

Die CDU/FDP Gruppe im Gemeinderat Cremlingen steht von jeher für eine moderate, aber stetige Weiterentwicklung aller 10 Ortschaften, um gerade der jungen Generationen, die Möglichkeit zu bieten, in ihren Heimatorten zu bleiben und dort mit ihren Familien die Dorfgemeinschaft zu bereichern.

Deshalb wurde das in jüngster Zeit angestoßene Neubauprojekt “Im Hasselrode“ in der Ortschaft Schandelah als Schritt in die richtige Richtung empfunden und durch die Fraktion im Bebauungsplanverfahren positiv begleitet. Auch eine Drucksache der Gemeindeverwaltung zur Festlegung der Verkaufspreise, die sich an den Bodenrichtwerten plus einem Aufschlag orientieren, wurde als schlüssig und angemessen sehr positiv aufgenommen.

In der letzten Beratungsrunde in den Fachausschüssen wie auch in der Sitzung des Gemeinderates am 23. Juni 2020, wurde dann allerdings von der SPD-Ratsfraktion, der Antrag eingebracht, die Verkaufspreise noch einmal erheblich anzuheben. Der neuerliche Grundstückspreis sollte laut Antrag von 165,– € auf 195,– € bzw. 200,–€ angehoben werden. Als Begründung führt die Fraktion an, man liege im Speckgürtel von Braunschweig und im Vergleich zu anderen Baugebieten in anderen Kommunen sei man noch weit unter den dort festgesetzten Preisen geblieben. Eine Argumentation, die die CDU/FDP Gruppe entschieden bei der Abstimmung im Gemeinderat abgelehnt hat.

Einen besonderen Beigeschmack hat dabei die Argumentation, dass auf Drängen der SPD-Fraktion die Vergabekriterien für Bauland in der Gemeinde Cremlingen noch einmal dahingehend geändert wurden, dass gerade Normalverdiener besondere Berücksichtigung finden. Welcher “Normalverdiener“ soll die Mittel für solche Grundstückspreise aufbringen?

Ein Grundstück im Baugebiet Hasselrode in Schandelah mit 800 Quadratmetern kostet bei 200 € pro Quadratmeter jetzt 160.000 €. Bei dem ursprünglich vorgeschlagenen Quadratmeterpreis hätte es 132.000 € gekostet. Das sind Mehrkosten von 28.000 €. Eine Familie mit zwei Kindern erhält 24.000 € Baukindergeld, das ist mit der Ratsentscheidung von SPD und Grünen gleich wieder weg. Zusätzlich müssen die Bauherren auch noch den festgeschriebenen KFW 55 Energiestandard finanzieren. Mit dem Versuch den Gemeindehaushalt durch den Verkauf eines Baugebietes zu konsolidieren treiben SPD und Grüne die Baulandkosten in der Gemeinde Cremlingen und in der Region nach oben. Sie verhindern damit, dass sich Normalverdiener hier ansiedeln können“, so der Vorsitzende der CDU/FDP Gruppe Uwe Lagosky.

Ich habe seit der Gemeinderatssitzung mehrere Kontakte mit einigen Schandelaher Bauwilligen gehabt. Viele von denen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr und sind Kinder langjähriger Einwohner, die jetzt in Ihrer angestammten Ortschaft bleiben wollen. Leider schließt man mit der Preisgestaltung sicherlich einige Bauwillige von vornherein bei der Grundstücksvergabe aus bzw. zwingt sie erhebliche finanzielle Anstrengungen zu leisten. Das ist sehr schade und schwächt im Zweifel das ehrenamtliche Engagement, was sicherlich nicht im Sinne der Gemeinde sein kann“, so Tobias Breske, Vorsitzender des CDU Gemeindeverbandes.

Die CDU/FDP wird weiter darauf drängen, alle 10 Ortschaften weiter zu entwickeln. Denn auch in den kleineren Ortschaften gibt es Bauwillige, die gern in ihrem Heimatort bleiben und dort eine Familie gründen wollen. Dies gilt es auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Foto v.l. – Uwe Lagosky Vorsitzender der CDU/FDP Gruppe im Gemeinderat Cremlingen, Tobias Breske Vorsitzender des CDU Gemeindeverbandes Cremlingen