Ringe für die jungen Schleiereulen – ein besonderes Erlebnis für die ELM-Kids

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Neugierig und mit großen Augen betrachten sie sich gegenseitig: drei kleine Schleiereulen und fünf Kinder. Mit ihrem unverkennbaren Gesichtsschleier sind die kleinen Schleiereulen-Küken eindeutig zu erkennen – trotz der wuscheligen Flaumfedern.

Unglaubliches Glück hatten die ELM-Kids – eine kleine Gruppe Kinder, die sich als Greenteam für den Umweltschutz engagieren: Sie durften dabei sein, als drei junge Schleiereulen beringt wurden.

Schleiereulen sind selten geworden in der Region. Da immer weniger offene Scheunen und Kirchen zur Verfügung stehen, fehlen geeignete Brutmöglichkeiten. Hilfe bieten Nistkästen, die vom NABU und ehrenamtlichen Helfern wie Olaf Dalchow vom BUND angebracht, beobachtet und gewartet werden.

Vor 11 Jahren nisteten die letzten Schleiereulen in Sottmar (Landkreis WF). Dieses Jahr entdeckte Olaf Dalchow, der sich um mehrere Nistkästen in der Region kümmert, unter der Kirche endlich wieder Gewölle und hörte den eindeutigen Ruf der Schleiereule. Die Kontrolle des Nistkastens zeigte, dass ein Schleiereulenpaar dort brütet. Um ihren Aufenthaltsort und das Wanderverhalten zu erfassen, werden die Schleiereulen mit einem Ring gekennzeichnet. Aus diesem Grund trafen sich zwei Mitarbeiter vom Eulenschutz des NABU Salzgitter vergangenen Freitag in der Kirche in Sottmar. Mit dabei waren die ELM-Kids, die fasziniert beobachteten, wie die Eulen beringt wurden. Wie die Orgelpfeifen hockten die drei kleinen Schleiereulen nebeneinander. Da sie im Abstand von einigen Tagen schlüpfen, sind die Geschwister unterschiedlich groß. Während das Jüngste noch im Flaumkleid vor den Kindern saß, hatte das ältere Eulenküken schon deutlich mehr Flugfedern. Vorsichtig berührten Rike (11) und Joscha (7) den kugeligen Bauch der kleinen Eule, der deutlich zeigte, dass sie kurz zuvor eine Maus zu fressen bekommen hatte. Während Lotty (11) wissen wollte, wie viele Mäuse eine Schleiereule am Tag fängt, interessierte Milo (10) sich besonders dafür, warum es immer weniger Schleiereulen bei uns gibt. Mit bis zu 30 gefangenen Mäusen am Tag ist sie schließlich auch bei Landwirten willkommen. Lasse (13) überlegte bereits, wo die ELM-Kids einen selbstgebauten Nistkasten für Schleiereulen anbringen könnten.

Wie vielfältig sie sich für den Umweltschutz einsetzen, berichten die Kinder auf ihrer Homepage (www.elm-kids.de).